2007 formulierte das Amt seine Patentinformationspolitik
neu. Schwerpunkt der neuen Politik ist ein barrierefreier Zugang zur
Patentinformation, in dessen Rahmen das Amt nun nicht nur seine Daten, sondern auch
seine Recherchentools der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann.
China veröffentlicht mittlerweile nach Japan
und den USA die drittmeisten Patentdokumente. Mehr als die Hälfte aller neuen Patentdokumente,
die 2007 in den Stand der Technik eingegangen sind, waren in chinesischer, japanischer
oder koreanischer Sprache abgefasst. Als Dienstleistung für die Industrie hat
das Amt daher sein Helpdesk für Patentinformation aus Ostasien ausgebaut, das
mit chinesisch- und japanischsprachigen Experten besetzt ist, die sich mit den
betreffenden Patentsystemen und Informationsprodukten auskennen. Nach der
erfolg reichen Einführung der japanischsprachigen Oberfläche von esp@cenet wird nun an einer ähnlichen
Oberfläche für Register Plus und die damit verbundenen Dienste gearbeitet.
Im Bereich der Patentstatistik entwickelte das Amt 2007 Beispiele dafür, wie
sich seine Datenbanken für Patentstatistiken und Patent-Mapping optimal nutzen
lassen. Auf dem Gebiet der Rohdaten stellte es den Nutzern erstmals extrahierte
Abbildungen aus seinem Patentdokumentenarchiv zur Verfügung. Diese werden aus
den Titelseiten von Patentdokumenten extrahiert und sind besonders für
Unternehmen und kommerzielle Anbieter von Nutzen, die bibliografische Daten,
Zusammenfassungen und repräsentative Zeichnungen zusammenstellen möchten.
Eine wesentliche Aufwertung erfuhr im Herbst
die Rechtsstandsdatenbank, die um zahlreiche Datensätze zur Entrichtung der Jahresgebühren
für europäische Patente in der nationalen Phase erweitert wurde. Damit lässt
sich jetzt viel leichter ermitteln, in welchen Ländern ein erteiltes
europäisches Patent in Kraft ist. Eine weitere Verbesserung der
Rechtsstandsdatenbank konnte durch die Einspeisung zusätzlicher Daten über
ergänzende Schutzzertifikate erreicht werden, wie den Handelsnamen von
pharmazeutischen Zubereitungen und den Registrierungsdaten der nationalen Lebensmittel-
und Arzneimittelbehörden.