Siehe auch:

Erfahren Sie mehr über das Europäische Patentamt:

Europäisches Patentamt

Hier finden Sie die vollständige Liste der EPO-Mitgliedstaaten und der Erstreckungsstaaten:

Mitgliedstaaten der EPO und Erstreckungsstaaten

 

Patentprüferausbildung

“In den ersten Jahren als Patentprüfer gibt es viel zu lernen. Aber auch danach muss man sein Wissen stetig erweitern.”

Willem Gijsels, Prüfer für Telekommunikation, Den Haag

Die Prüfung von Patentanmeldungen ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Das europäische Patent steht international für Qualität, und um die richtige Entscheidung über die Patenterteilung treffen zu können, bedarf es eines umfassenden Fachwissens.

Das EPA führt ein zweijähriges Ausbildungsprogramm für neu eingestellte Prüfer durch, bei dem sich Lehrveranstaltungen in der Gruppe und Einzelunterricht abwechseln.

Die Ausbildung findet normalerweise am Dienstort des Prüfers statt, d. h. in München, Den Haag oder Berlin.

Die Prüferausbildung umfasst folgende Veranstaltungen:

  • Schulungen in Gruppen von 12 (oder weniger) Personen
    In den ersten beiden Dienstjahren nehmen die Prüfer an einem umfassenden Schulungsprogramm teil, um sich mit den Hilfsmitteln und Verfahren vertraut zu machen, die sie für ihre Tätigkeit benötigen.
  • Lernen unter Anleitung eines persönlichen Betreuers
    Vor allem im ersten Jahr werden den Prüfern persönliche Betreuer zugewiesen. Diese sind erfahrene und speziell ausgebildete Prüfer, die auf dem Fachgebiet des neuen Kollegen Experten sind.

Die Ausbildung deckt Folgendes ab:

  • Praktische Übungen zu den Hilfsmitteln und Verfahren des Prüferalltags
    Dazu gehören Kurse zu den IT-Tools, Datenbanken, Recherchemethoden und Verfahren, die ein Prüfer täglich anwendet.
  • Juristische und praktische Fachkenntnisse
    Die Prüfer lernen, die Patentierbarkeitskriterien - Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit - zu verwenden. Außerdem besuchen sie Kurse zu Theorie und Praxis des europäischen und internationalen Patentrechts.
  • Sprachkenntnisse
    Neu eingestellte Mitarbeiter sollten vorzugsweise über gute Kenntnisse in allen drei Amtssprachen verfügen. Falls sie sich aber in einer oder zwei Sprachen noch verbessern müssen, bietet das EPA die dafür notwendigen Sprachkurse an.
  • Arbeit mit echten Patentanmeldungen
    Neu eingestellte Prüfer arbeiten ab ihrem ersten Arbeitstag mit echten Patentanmeldungen, werden dabei aber Schritt für Schritt von ihrem Betreuer begleitet. 

EPA-Prüfer stellen sich vor

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