Programmbereiche

Da Patente im Innovationsprozess eine Schlüsselrolle spielen, müssen diverse Adressaten wie zugelassene Vertreter, Richter, Angehörige des öffentlichen Diensts, Manager, Wissenschaftler und Studenten umfassend geschult werden. Um auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen eingehen zu können, hat die Europäische Patentakademie ihre Aktivitäten in fünf verschiedene Programmbereiche unterteilt.

Der Bereich "Institutionelle Stärkung" ist speziell auf den Aus- und Fortbildungsbedarf der Mitarbeiter nationaler Patentämter zugeschnitten. Daneben werden auch Schulungsveranstaltungen für die Mitarbeiter von Regierungsstellen und anderen öffentlichen Einrichtungen unterstützt und gefördert. Im Mittelpunkt der Förderung stehen die derzeitigen und künftigen Mitgliedstaaten, das Programm kommt aber auch Teilnehmern aus Nichtmitgliedstaaten zugute.

Im Bereich "Zugelassene Vertreter" werden die Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für die gleichnamige Zielgruppe koordiniert und unterstützt; das Programm umfasst sowohl Maßnahmen für Berufsanfänger als auch Veranstaltungen zur kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung.

Der Programmbereich "Innovationsförderung" soll Industrie und Entscheidungsträger dazu befähigen, das System für den Schutz des geistigen Eigentums möglichst effektiv zu nutzen und erfolgreiche Patentstrategien auszuarbeiten. Das Angebot in diesem Programmbereich richtet sich schwerpunktmäßig an Unternehmen, insbesondere an junge mittelständische Betriebe.

Im Rahmen der "Richterausbildung" werden Ausbildungsinitiativen für Richter und Angehörige anderer Rechtsberufe unterstützt und entwickelt, damit die Durchsetzung von Patentrechten und die Streitregelung in Europa harmonisiert werden können.

Der Programmbereich "Wissenschaft" sensibilisiert Bildungseinrichtungen für den Umgang mit geistigen Eigentumsrechten und vermittelt, wie das Patentsystem die Innovationstätigkeit fördern kann. Zielgruppe sind in erster Linie Studenten, Professoren, Lehrkräfte und Mitarbeiter von Technologietransferstellen.

Um ihre Ziele zu verwirklichen und das Wissen über Patente in Europa zu fördern und stärker zu verbreiten, arbeitet die Akademie mit anderen Organisationen zusammen. Sie ist bestrebt, ihren Partnern Hilfestellung zu leisten, wenn sie darum gebeten wird, und das bestehende Aus- und Fortbildungsangebot in den derzeitigen und künftigen Vertragsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens zu ergänzen, wobei sie den Grundsätzen der Komplementarität und der Subsidiarität Rechnung trägt.  

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