Der Bereich "Institutionelle Stärkung" ist speziell auf den Aus- und Fortbildungsbedarf der Mitarbeiter nationaler Patentämter zugeschnitten. Daneben werden auch Schulungsveranstaltungen für das Personal von Regierungsstellen und anderen öffentlichen Einrichtungen unterstützt und gefördert.
Das Programm wurde hauptsächlich für Teilnehmer aus den derzeitigen und künftigen Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation konzipiert und berücksichtigt deren unterschiedliche Schulungsbedürfnisse.
Zu den Veranstaltungen gehören auch Maßnahmen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit des EPA mit Drittstaaten; die Teilnahme von Vertretern der Nichtmitgliedstaaten wird also ausdrücklich begrüßt.
Der Programmbereich stützt sich auf die beachtliche Kompetenz des EPA-Personals; damit kann die Akademie das Know-how der nationalen Patentämter und/oder externen Berater komplementär ergänzen. Auf dieser gemeinschaftlichen Basis werden Maßnahmen durchgeführt, die den gesamten Patenterteilungsprozess von der Formalprüfung und der Recherche zum Stand der Technik über die Sachprüfung bis hin zu Post-Grant-Verfahren wie etwa Einsprüche abdecken. Zwischen den Kursteilnehmern können sich dauerhafte Kontakte entwickeln, die eine engere Zusammenarbeit innerhalb des europäischen Patentnetzes begünstigen.
Weitere Themenschwerpunkte sind die rechtlichen Aspekte des europäischen Patentsystems sowie internationale Übereinkommen und Verträge auf dem Gebiet des geistigen Eigentums. Daneben werden auch nationale Strategien im Bereich des patentbezogenen geistigen Eigentums, aktuelle Fragen des Patentschutzes und der wirtschaftliche Wert von Patenten thematisiert.
Mit ihrem Aus- und Fortbildungsangebot ermöglicht die Akademie den nationalen Patentämtern und Regierungsstellen einen tieferen Einblick in die Funktionsweise der Europäischen Patentorganisation und des Europäischen Patentamts.
Der Bereich "Institutionelle Stärkung" fördert gemeinsame Initiativen und verwaltet spezifische Zusammenarbeitsprogramme, die das Europäische Patentamt mit den nationalen Patentämtern durchführt. Dadurch, dass die besten Aus- und Fortbildungspraktiken ermittelt und allen Partnern zur Kenntnis gebracht werden, können sich die Ämter leichter austauschen und von der Kompetenz der anderen profitieren. Besonderen Nutzen hat das Programm für die Staaten, die der Europäischen Patentorganisation erst seit Kurzem angehören.