Im Juli 2000 hat die Europäische Union mehrere Programme zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufgelegt, um den Handel mit Asien und die Investitionstätigkeit im asiatischen Raum zu fördern. Hierzu gehört auch das Programm zur Zusammenarbeit zwischen EG und ASEAN im Bereich des geistigen Eigentums (ECAP II), das das gesamte Spektrum der geistigen Eigentumsrechte abdeckt. Die Hauptverantwortung für das Programm liegt beim EPA; ebenfalls an der Durchführung beteiligt ist das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM).
ECAP II unterstützt die Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) dabei, auf dem globalen Markt für geistige Eigentumsrechte eine aktivere Rolle zu spielen. Darüber hinaus können die ASEAN-Staaten von den Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiet des geistigen Eigentums profitieren, über die Europa insbesondere in Bezug auf die Anpassung an das WTO-Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) verfügt. ECAP II hat folgende globale Zielsetzungen:
Seit der Auflegung des Programms wurden über 200 Veranstaltungen auf nationaler und regionaler Ebene durchgeführt - diese umfassten Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, Seminare, Workshops, Informationsbesuche und Maßnahmen im Bereich der technischen Unterstützung. Viele weitere Aktivitäten sind geplant. Der Schwerpunkt von ECAP II liegt dabei auf folgenden Tätigkeiten:
An ECAP II beteiligen sich folgende ASEAN-Staaten: Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.
ECAP II ist das Nachfolgeprogramm zu ECAP I, das von 1993 bis 1997 lief.