Das erste ip4inno-Projekt wurde in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführt. Es wurde von der Europäischen Kommission (als Teil des Sechsten Rahmenprogramms - Forschung und Innovation) sowie von 19 Partnerinstitutionen aus EU-Mitgliedstaaten und -Beitrittsländern mit 4 Mio. EUR gefördert. Das Europäische Patentamt fungierte als Projektkoordinator sowie als Schnittstelle zu den Partnern und leitete die Umsetzung von zwei "Arbeitspaketen": Arbeitspaket 3 zur Entwicklung der Projekt-Website und Arbeitspaket 4 zur Zusammenstellung und Ausarbeitung von Schulungsmaterialien im Bereich des geistigen Eigentums (IP). Daraus hervorgegangen sind unter anderem zwölf dreistündige Schulungsmodule (mit PowerPoint-Folien, Unterrichtsmaterialien, Fallstudien und Probeaufgaben) zu einer Reihe von Themen im Bereich angewandte IP-Strategie, wie z. B. Vermarktung, Lizenzvergabe, Finanzierung, Valuierung, Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte und Patentinformation.
Die Schulungsmaterialien wurden mit dem Ziel konzipiert, Unternehmensberatern und Technologietransferbeauftragten grundlegende Kenntnisse über die praktischen Aspekte geistiger Eigentumsrechte in neuen und expandierenden Industriezweigen zu vermitteln, vor allem mit Blick auf kleine und mittlere Unternehmen (KMUs). Die Projektpartner nutzten diese Materialien europaweit bei über 60 Schulungen mit mehr als 800 Teilnehmern, von denen viele gemäß dem "Train-the-Trainers-Konzept" des Projekts wiederum andere schulten.
Das Anschlussprojekt ip4inno II ist enger gefasst als der Vorläufer und konzentriert sich im Wesentlichen auf folgende Schwerpunkte:
Nähere Informationen zu den Projektaktivitäten finden sich in der sogenannten Arbeitsbeschreibung ("DoW" - nur auf Englisch).
Für das erste Projekt wurde ein Konsortium aus 19 Institutionen gebildet, dem das EPA, nationale Patentämter, Universitäten und Fachagenturen für Geschäftsunterstützung angehörten. Im Gegensatz dazu wird ip4inno II vom EPA allein durchgeführt, und zwar im Auftrag der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission. Das EPA lädt jedoch ehemalige und neue Partner ein, sich an diesem zweiten Projekt zu beteiligen und den vorhandenen Bestand um neue Materialien und Ideen zu bereichern. Das EPA sucht auch noch mehr Trainer, die anhand der (kostenlos zur Verfügung gestellten) ip4inno-Materialien ihre aus Geschäftsvermittlern, KMUs und Start-up-Unternehmen bestehenden Zielgruppen vor Ort mit wirksamen IP-Strategien vertraut machen sollen.
Jeremy Philpott
Unit-Manager, Innovationsförderung
Europäische Patentakademie
Europäisches Patentamt
Tel.: +49 (0)89 2399 5405
Fax: +49 (0)89 2399 5279
jphilpott@epo.org
Zuzana Belohradska
Externe Verwaltungsrätin, Innovationsförderung
Europäische Patentakademie
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