Jeppe Hein

Hein (JPG)Blomsten, 2004
Wasser, rostfreier Stahl, Düsen, Pumpen, Sensoren
max. 230 x Ø 1200 cm
Den Haag, Vorplatz The Hinge
(c) Jeppe Hein; Foto: Jörg Koopmann

Jeppe Hein (*1974 Kopenhagen, DK) hat auf dem Vorplatz des EPA in Den Haag eine filigrane Installation entworfen. Denn Blomsten zeigt bereits auf dem Boden ein Blumenmuster, eine stilisierte, sechsblätterige Blüte. Das Werk besteht aus Wasserstrahlen, die diesen Formen folgen und temporäre Räume ausbilden: Nach einem Zufallsprinzip springen in die Höhe schnellende Wasserstrahlen an, die genauso unvermittelt versiegen wie sie sprudeln. Bestimmt wird jedoch die Höhe der Wasserstrahlen, indem ein Windrad die Windstärke misst und darüber die Dimension der Strahlen regelt. Das Werk entsteht in diesem Wechsel aus Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit durch seine Zeitlichkeit. Doch reagieren die Wasserwände auch auf den Besucher. Wenn dieser sich den Strahlen nähert, öffnen sich die Wände für ihn und er kann einen Raum dahinter betreten. Das Wasser besitzt nicht nur die visuelle Kraft, Räume auszubilden, sondern bietet auch eine akustische Dimension, die durch das hochschnellende und wieder fallende Wasser entsteht.

Neben der Installation in Den Haag besitzt das EPA drei weitere Werke des Künstlers. Sein Interesse an Wahrnehmungsphänomenen, Technik und Umwelt korrespondiert mit der Arbeit weiterer in der Sammlung vertretener skandinavischer Künstler wie Olafur Eliasson, AVPD oder Tue Greenfort.

Weitere Werke im öffentlichen Raum 

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