Eduardo Paolozzi

Eduardo Paolozzi - Camera, 1978-79Camera, 1978-79
Eisen,
neunteilig, 114 x 505 x 535 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Als Mitglied der „Independent Group“ ist der italienischstämmige Künstler Eduardo Paolozzi (*1924 Leith, GB, † 2005 London, GB) ein Wegbereiter der Pop Art in England. Er beginnt sein heterogenes Oeuvre mit Collagen aus Zeugnissen der Massenkultur, gestaltet in der Folge Plattencover ebenso wie die Eingangssituation einer U-Bahn. Damit steht Paolozzis zentrales Thema fest: die Platzierung von Kunst im Alltag. Zur Umsetzung verwendet er Anleihen aus anderen Stilrichtungen wie des Surrealismus und „Art Brut“ und entwickelt eine Affinität zur Technik, die zunehmend den gesellschaftlichen Alltag durchdringt. Seine Skulpturen im Außenbereich, entstanden ab den frühen 1960er Jahren, tragen diesem Trend Rechnung. Die Plastiken bestehen aus mehreren Modulen, deren Aussehen an Maschinenteile erinnern und industriell aus vorgefertigten Gussformen hergestellt sind. Auch „Camera“ (1978/79) wird so produziert. Das offene Arrangement der einzelnen Elemente lädt zum Spielen und Verweilen ein. Von oben, aus dem Dienstgebäude des EPA betrachtet aber, verschwimmen die harten Kanten und die Module verschmelzen zu einer amorphen Skulptur, die sich in die Bepflanzung schmiegt. Konzipiert als Spielgerät für Kinder und für die Betrachtung von oben erreicht Paolozzi den gewünschten Spagat: „Camera“ ist eine in sich stimmige und geschlossene Skulptur genauso wie ein demokratisiertes Kunstwerk zum Anfassen.

Eduardo Paolozzi - Camera, 1978-79Camera, 1978-79
Camera, 1978-79
Eisen,
neunteilig, 114 x 505 x 535 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016



Eduardo Paolozzi - Camera, 1978-79Camera, 1978-79
Camera, 1978-79
Eisen,
neunteilig, 114 x 505 x 535 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016



Eduardo Paolozzi - Camera, 1978-79Camera, 1978-79
Camera, 1978-79
Eisen,
neunteilig, 114 x 505 x 535 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016



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