Eduardo Paolozzi

Paolozzi (JPG)Camera, 1978-79
Eisen,
neunteilig, 114 x 505 x 535 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2013; Foto: Jörg Koopmann

Camera lädt zum Spielen und Innehalten gleichermaßen ein, denn die im Freien stehenden neun Eisenblöcke erinnern an Sitzmöbel, Landschaften oder Maschinenteile. Das Werk gehört damit zu einer ganzen Reihe an Arbeiten, in denen Eduardo Paolozzi (*1924 Leith, GB, † 2005 London, GB) den direkten, spielerischen Kontakt zwischen Kindern und Kunst suchte. Paolozzi hat sich zeitlebens mit der Rolle der Kunst für das Leben, mit der Kunst als Teil des Lebens beschäftigt: Er gehörte früh zu der sogenannten Independent Group, die Anfang der 1950er Jahre den Bezug zwischen Alltagskultur und Kunst untersuchte und maßgeblich die britische Entwicklung der Pop-Art beeinflusste. Paolozzi gestaltete das Cover eines Musikalbums von Paul McCartney ebenso wie die Eingangssituation einer Londoner Undergroundbahn-Station neben seinen freien Werken wie die Plastik Camera. Deren einzelne Blöcke wurden zunächst als Polystyrol-Modelle und dann in Gusseisen gefertigt. Diese Objekte bilden als Gruppe einen kommunikativen Raum aus. Zudem ist das Werk aber auch bewusst für eine Betrachtung von oben aus dem Gebäude des Europäischen Patentamtes heraus konzipiert.

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