Nicolas Schöffer

Schöffler (JPG)Chronos 10 B, 1979
1390 x 1265 x 695 cm
rostfreier Stahl, Scheinwerfer, Lampen mit farbigem Glas
München, Bob-van-Benthem-Platz 1
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2013; Foto: Jörg Koopmann

Zeitgleich zu der großen Auftragsarbeit von Phillip King am Europäischen Patentamt entstand eine weitere monumentale Außenplastik. Chronos 10 B von Nicolas Schöffer (*1912 Kalocsa, HU, † 1992 Paris, FR) besteht aus 23 Spiegeln, die jeweils um ihre eigene Achse rotieren und von 19 Scheinwerfern farbig angestrahlt werden. Zudem dreht sich auch die gesamte Plastik um die eigene Achse. Das Werk, das sich immer in den frühen Abendstunden zu bewegen beginnt (19h-21h), kann als eine zentrale Arbeit Schöffers gewertet werden, der sich schon früh mit kinetischer Kunst beschäftigt hat. Es gehört zu einer ganzen Serie an Großplastiken im öffentlichen Raum, in denen es Schöffer unter dem Titel Chronos, also ‚Zeit’, um das Verhältnis von Raum und Zeit geht: Das Verstreichen von Zeit wird in diesen Werken durch Bewegungsabläufe sichtbar, da sich die Werke der Chronos-Serie durch Drehungen oder Spiegelungen verändern und so mit dem Publikum interagieren. Die räumliche Nähe des Standortes von Chronos 10 B zum Deutschen Museum wird nicht nur durch den konstruktiven Charakter der Erscheinungsform von Chronos 10 B aufgegriffen. Der Plastik kommt darüber hinaus auch durch die kommunikative Kraft der weithin sichtbaren Leuchtsignale zum Ausdruck, die eine Verbindung zwischen der Aufgabe des Patentamtes, Erfindungen zu schützen und der des Deutschen Museums, technisch-wissenschaftliche Entwicklungen einem breiten Publikum verständlich zu machen, herstellt.

Weitere Werke im öffentlichen Raum 

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