Kunst am Bau

Kommunikationsangebote an eine städtische Öffentlichkeit

© Nicolas Schöffer, Foto: Jörg Koopmann

Abstrakte Skulpturen des EPA prägten früh das Bild ganzer Stadtviertel. Der auf Funktionalität, Tektonik und Materialoptik reduzierte Stil der Monumentalplastiken von Nikolaus Schöffer, Max Bill und Leo Zogmayer geht zurück auf die universale Sprache der Nachkriegsplastik, die mit einer ungegenständlichen Auffassung ein neues utopisches Lebensmodell für moderne Städte entwerfen sollte.

Jüngere Künstler wie Jeppe Hein hinterfragen mit Humor und Augenwzinkern urbane Wahrnehmungsbedingunen solcher Repräsentationsplastiken und zeigen neue Facetten der bürgerlichen Teilnahme an Kunst im öffentlichen Raum auf.

Internationalität als Prinzip

Die Auswahl der Künstler war von Anfang international. Die wachsende Zahl der Mitgliedstaaten, die dem Europäischen Patentübereinkommen beigetreten waren, spiegelt sich auch in den Nationalitäten der Künstler wider, auch wenn diese heute global agieren und sich mehr über ihren Arbeitsort als über ihre Staatsangehörigkeit definieren. Künstler setzen sich mit der Arbeit und dem Arbeitsumfeld in der Patenterteilungsbehörde auseinander. Die Mitarbeiter des EPA werden wiederum am Arbeitsplatz mit zeitgenössischer Kunst konfrontiert - eine Lern-Erfahrung für beide Seiten.

© Max Bill; Foto: Jörg Koopmann

Kunst fördert Identität

Mittlerweile sind an den Standorten des EPA in München, aber auch in Den Haag und Wien insgesamt 23 monumentale Skulpturen bzw. Installationen im öffentlichen Raum zu sehen, darunter kinetische Arbeiten, Lichtinstallationen, Brunnenanlagen, interaktive Plastiken oder "Meditationsgärten". Sie sind nicht nur bis heute mit den verschiedenen Standorten des Amts verbunden, sondern beeinflussten vor allem auch die öffentliche städtebauliche Wahrnehmung der Behörde und seiner Identität.

Werke im öffentlichen Raum

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