John M. Armleder

Click to see a larger imageOhne Titel, 2007
Acryl, Dispersion
590 x 550 cm
München, Cafeteria
(c) John M. Armleder; Foto: Axel Hahnemann

Die Wandarbeit von John M. Armleder (*1948 Genf, CH) ist eine ortsspezifische Installation, die zunächst wie eine reine Schmucktapete wirkt und die rückwärtige Wand der Cafeteria in der Grasserstraße ziert. Das dekorative Muster zeigt eine sich wiederholende sechseckige Wabenfigur, die an die Ästhetik technischer Zeichnungen denken lässt. Und tatsächlich handelt es sich um eine Art Konstruktionsplan – dieser bezieht sich allerdings auf die Körper kleinster Lebewesen. Vorlage für das Werk ist eine mikroskopische Abbildung von Plankton aus dem Buch Kunstformen der Natur (Ernst Haeckel, 1899-1904), das minutiös die Formenvielfalt überwiegend von Kleinstorganismen wiedergibt. Haeckels Publikation hat großen Einfluss auf verschiedene künstlerische Strömungen wie beispielsweise den art nouveau gehabt. Auch Armleder greift diesen elementaren Topos, nämlich die Verbindung von Kunst und Wissenschaft, in diesem ornamentalen Werk auf und zeigt, dass diese Verbindung unter anderem auch über das Konzept der Schönheit definiert wird.

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