Angela Bulloch

Bulloch (JPG)Night Sky Prints E.T. From Mercury.12, 2007
Pigmentdruck, Papier
zwölfteilig, je 61 x 61 x 3 cm
Berlin, Konferenzbereich
(c) Angela Bulloch; Foto: Courtesy Galerie Esther Schipper, Berlin; Carsten Eisfeld

Angela Bulloch (*1966 Rainy River, US) zeigt einen Blick ins Weltall – allerdings nicht von der Erde, dem Mond oder einer Raumstation aus, sondern vom Planeten Merkur. Bulloch benutzt dafür das kostenlose Computerprogramm Celestia, mit dem Flüge durch den Weltraum und damit auch unterschiedliche Blickwinkel in das All simuliert werden können. Die Künstlerin untersucht seit einigen Jahren immer wieder, inwiefern sich menschliche Vorstellungen vom Weltraum durch den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn verändern. Die Visualisierung einer fiktiven Perspektive in das Weltall steht dabei auch für die Unmöglichkeit, das Universum von einem einzelnen, zentrierten Blickpunkt aus wahrzunehmen. So zeigt Bulloch zwar ein Bild, spaltet dieses jedoch in zwölf Einzeltafeln auf, die sich in vorgegebener Reihenfolge zu dem Gesamteindruck zusammensetzen. Auf der Tafel 7 ist die Erde zu sehen. Ihre Ansicht ist die einzige, die Bulloch nicht nachbearbeitet hat: Während alle anderen Himmelskörper digital so verändert wurden, dass sie keinerlei Charakteristika mehr aufweisen, ist der sogenannte blaue Planet detailliert erkennbar. Diese Hervorhebung der Erde, die erst bei genauerer Betrachtung erkennbar ist, berührt auch die poetische Dimension der Einzigartigkeit, die uns und unseren Planeten aus dem Dunkel des Ungreifbaren hervorhebt.

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