Rui Chafes

Chafes (JPG)Komm zu mir II, 1997
Stahl
108 x 57 x 28 cm
München, Treppenhaus
(c) Rui Chafes; Foto: Alcino Gonçalves

Rui Chafes (* 1966 Lissabon, PT) arbeitet nahezu ausschließlich mit dem Element Stahl. Grund dafür ist unter anderem die Faszination an der Notwendigkeit, Eisen im Feuer zu erhitzen, um ihm die gewünschte Gestalt zu verleihen. Die entstandene künstlerische Form wird damit auch zum Ausdruck jener Energie, die zur Formwerdung des Materials führt – und die umgekehrt immer die Möglichkeit in sich birgt, die geschaffene Form wieder einzuschmelzen. Die beiden im EPA befindlichen Arbeiten Komm zu mir II und Kristal IX erinnern an Ledergeschirre, Ritterrüstungen, gar an martialische Züchtigungsinstrumente. Chafes lässt verborgene Funktionalitäten visuell anklingen, ohne dass diese über die Formen genauer identifizierbar wären. Beide Objekte wirken verlassen, wie für Körper gemacht, die gerade abwesend sind. Die Perfektion der geschmeidigen Schwünge und der Verarbeitung zeugen nur noch bedingt von der eigentlichen Widerständigkeit des Materials. Die gegen Rost geschützten Objekte scheinen auf elegante Weise etwas zu umschließen, das der Betrachter angehalten ist zu imaginieren.

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