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Das Europäische Patent


Ein Europäischer Erfolg im Dienste der Innovation

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Thomas Feuerstein

Feuerstein (JPG)THESAURUS, 2008
C-Print
zwölfteilig, 180 x 240 cm
Berlin, Treppenhaus
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2013; Foto: Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck

THESAURUS zeigt ein Bücherregal mit überwiegend antiquarischen Ausgaben von Nachschlagewerken. Thomas Feuerstein (*1968 Innsbruck, AT) verweist damit direkt auf den Gebrauch des Wortes Thesaurus, das aus dem Altgriechischen von dem Begriff thesaurós stammt, und übersetzt „Schatz“ bzw. „Schatzhaus“ meint. Aus dem Lateinischen thesaurus entstand das Wort Tresor. Thesaurus bezeichnet heute eine systematische Struktur der Wissensaneignung, in der jeweils gebündelte Begrifflichkeiten wie Synonyme oder beschreibende Attribute ein Thema möglichst exakt wiedergeben sollen. Feuerstein zeigt in dieser gestochen scharfen, sich aus mehreren Einzelbildern zusammensetzenden Arbeit Buchrücken von Lexika, die von A bis Z ganz unterschiedliche Themen besprechen - vom Algorithmus über die Kunst und Kybernetik, von der Neugierde, den Neurowissenschaften bishin zu Obsession und Okkultismus, Schicksal und Schutzengel, Seele und Server, Zeit, Zombie und Zufall. An verschiedenen Stellen treten offensichtliche Paradoxien auf, wenn die Buchrücken nach Ausgaben des 19. Jahrhunderts aussehen, das Thema jedoch zeitgenössisch anmutet – wie beispielsweise im Falle des Buchrückens mit dem Titel Server. Die Entschlüsselung des übergeordneten Themas der künstlerischen, alphabetisch sortierten Begriffsanordnung bleibt der Fantasie und der Bildung jedes einzelnen Betrachters überlassen, der in diesen Schlagworten rund um die menschliche Existenz sich selbst und seine eigenen Fragen erkennen kann.

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