Carsten Höller

Höller (JPG)Ohne Titel (aus der Serie "Birds"), 2006
Fotogravur, Papier
75 x 58 cm
Berlin, Korridor
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2013; Foto: Verleger Niels Borch Jensen Galerie, Berlin

Dieser Vogel sieht schon auf den ersten Blick eigenartig aus. Er erinnert zwar an bekannte Vogelarten, aber die Formenvielfalt vor allen Dingen seines Federkleides sorgt dennoch für Irritationen. Und tatsächlich zeigt die Serie "Birds" von Carsten Höller (*1961, Brüssel, BE), die sich im Besitz des EPA befindet, solche Tiere, die nur durch menschliche Züchtung entstanden sind – Vogelarten also, die es in Freiheit nicht gibt. Zu sehen sind Kreuzungen zweier Finkenarten sowie solche Mutationen, die bewusst innerhalb einer einzelnen Finkenart herausgezüchtet wurden. Fotografiert wurden die Vögel von Leone Giuliano Pidala, der auf Tierfotografien spezialisiert ist. Höller wählte die Bilder aus und entschied sich für eine Zweifarbgravur, die die fast artifiziell anmutenden Bilder zwischen einer Farb- und einer Schwarz-Weiß-Aufnahme changieren lässt und ihnen darüber hinaus einen räumlichen Charakter auf der Fläche verleiht. Der Entstehungsprozess der Bilder kann auch analog zu der Künstlichkeit der Züchtung der Vögel gelesen werden, indem der Künstler auf bestehendes Bildmaterial zurückgreift, daraus selektiert und die selektierten Bilder drucktechnisch überarbeiten lässt.

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