Yoshiuki Miura

Miura (JPG)Schwingung des Raums, 2002
Granitsplitter, Stahlseile
ca. 500 x 560 x 250 cm
Den Haag, Auditorium
(c) Yoshiuki Miura; Foto: Jörg Koopmann

Die Installation Schwingung des Raums von Yoshiyuki Miura (*1958 Fukuoka, JP) ist eines der zentralen Werke in Den Haag und wurde eigens für den größten Konferenzsaal beauftragt. Das Werk ist gleichermaßen raumgreifend wie filigran, da tausende von Granitsplittern an Nylonfäden in Form eines nach unten zulaufenden Kegels von der Decke hängen - und es ist samt seines Schattenwurfes ein Schauspiel. Schwingung des Raumes wirkt trotz seiner Dimension fragil und vorläufig - fast so, als handele es sich um eine Studie zu einer Skulptur, deren Bestandteile sich noch nicht ganz zu der intendierten Form zusammengefügt hätten. Das Werk greift zudem das Phänomen der Masse als Ornament auf, die in der natürlichen Formation von Fischschwärmen genauso auftritt wie in der Formation von Menschenansammlungen, und in denen Einzelne zum Teil eines neuen Gesamtkörpers werden. Damit kann die Arbeit auch sinnbildlich für den Tagungsort stehen, an dem sie präsentiert wird: Hier finden Menschen aus unterschiedlichen Nationen, Kontexten und Kulturen im Moment der Kommunikation zu einem vielstimmigen Ganzen zusammen.

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