Thomas Ruff

Ruff (JPG)dark zycles 4065, 2009
C-Print
206 x 176 cm
München, Foyer
(c) VG-Bildkunst, Bonn 2013; Foto: Courtesy Galerie Rüdiger Schöttle, München

Der Titel der Serie "dark zycles", aus dem auch das Werk dark zycles 4065 (2009), stammt, verweist auf die mathematische Formel für sogenannte Zykloide oder Rollkurven, mit der sich Thomas Ruff (*1958 Zell am Harmersbach, DE) auseinandergesetzt hat. Die Werke sind jeweils das Ergebnis eines mehrstufigen Entwurfsmodells, an dessen Ende eine filigrane, zeichnerische Struktur steht. Ausgangspunkt ist eine Reihe von Kupferstichen des 19. Jahrhunderts, auf denen elektromagnetische Felder dargestellt wurden. Diese Vorlagen hat Ruff digitalisiert und nachbearbeitet. Die dark zycles sind damit auch Ausdruck des facettenreichen Werkes von Thomas Ruff, der einer der vielseitigsten Schüler des Fotografenpaares Bernd und Hilla Becher gewesen ist. Ruff hat immer wieder die Grenzen von Fotografie, Kunst und Autorschaft ausgelotet. In dark zycles 4065 ist ein abstrakter, scheinbar infiniter Raum auf der Fläche angelegt, der auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse und Visualisierungsmechanismen definiert ist.

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