Hubert Scheibl

Scheibl (JPG)Nicotin on silverscreen, 2008
Öl, Leinwand
240 x 195 cm
München, Schulungsraum
(c) Hubert Scheibl; Foto: Franz Schachinger

Der Titel des Ölgemäldes liest sich zunächst so lapidar wie die eigentliche Materialangabe ‚Öl auf Leinwand’. Denn mittels Ölfarbe auf Leinwand sind in expressiven Pinselstrichen Grauschattierungen aufgetragen, die an Rauchschwaden denken lassen. Scheibl arbeitet intuitiv und überwiegend abstrakt. Ähnlich wie die Bilder Herbert Brandls, von denen das EPA zwei besitzt, sind seine Werke von Expressivität gekennzeichnet. Scheibl hat bei Arnulf Rainer studiert und gehörte in den 1980er Jahren zu den sogenannten Neuen Wilden, die in expressiv-sinnlichen und spontan-gestischen Bildern den emotionalen Ausdruck des Malerischen erprobten. Nicotin on silverscreen ist eines der späteren Werke von Scheibl, in dem er auf kräftige Farben zugunsten eines meditativ anmutenden, nahezu monochromen Bildraumes verzichtet: zarte Grautöne scheinen braun-rötliche Nuancen zu überlagern. Es könnte Rauch sein, in den und durch den hindurch man blickt - aber genauso gut auch all das, was jeder einzelne beim Betrachten assoziiert.

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