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Das Europäische Patentamt bringt München großen wirtschaftlichen Nutzen

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Am 11. Juni "Tag der offenen Tür an der Bayerstrasse

München, 1 Juni 2005 - Mit der Einweihung des siebten Bauabschnitts seines „PschorrHöfe“-Gebäudekomplexes an der Bayerstrasse vollzieht das Europäische Patentamt (EPA) einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt in München. Im neuen Gebäude, das über eine Fußgängerbrücke über die Bayerstrasse mit den anderen Gebäudeteilen der „PschorrHöfe“ verbunden ist, werden rund 470 Personen arbeiten. Die Bürgerinnen und Bürger Münchens haben an einem „Tag der offenen Tür am 11. Juni Gelegenheit, den Patentprüfern über die Schulter zu blicken und mehr über Erfindungen, Patente und Innovation zu erfahren.

Die 3 200 Münchner Bediensteten des EPA sind derzeit in sechs Gebäuden untergebracht: Neben dem ursprünglichen Gebäude an der Isar gehören dazu die sieben Bauteile des „PschorrHöfe“-Ensembles an der Bayerstrasse sowie zwei angemietete Gebäude, die bis 2008 durch den Neubau sowie durch einen geplanten achten Bauteil auf dem ehemaligen Milchhof-Gelände ersetzt werden sollen.

München - Zentrum des wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozesses

Notwendig wurde diese Expansion durch den großen Erfolg des europäischen Patentsystems und die Entscheidung des Amts, München zu einem Kompetenzzentrum für die Erteilung europäischer Patente auszubauen: Über zwei Drittel des Münchner EPA-Personals sind spezialisierte Naturwissenschaftler und Ingenieure, die als Patentprüfer arbeiten.

Die bauliche Expansion des EPA hat in München einen beträchtlichen Multiplikationseffekt gezeitigt: „Die Ansiedlung des EPA hat München zum Zentrum des wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozesses in Europa gemacht. Der Ausbau des Standorts München des EPA ist jedoch auch ein Spiegel unserer fortgesetzten Investitionstätigkeit in den Wirtschaftsstandort München“, charakterisierte EPA-Präsident Alain Pompidou die enge Beziehung seines Amts mit München.

Hohe Investitionen - Sicherung von mindestens 10 000 Arbeitsplätzen

Das EPA ist finanziell vollständig selbsttragend und bestreitet seinen gesamten Betriebs- und Investitionshaushalt, einschließlich dem Pensions-, Fürsorge- und Krankenkassensystem für seine Bediensteten, aus dem Gebührenaufkommen aus seiner Tätigkeit.

Auch der jährliche Mittelfluss aus dem EPA in die Münchner Wirtschaft ist beträchtlich. Mindestens 500 Millionen Euro werden am Standort München umgesetzt: Personalkosten, der Betriebshaushalt der Europäischen Schule München sowie der Löwenanteil der an Beschaffungs-, Wartungs- und Unterhaltkosten für den Betrieb der Gebäude jährlich ausgegebenen rund 130 Millionen Euro sind ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor für München und seine Umgebung. Umgerechnet in Arbeitsplätze, kann festgehalten werden, dass das Europäische Patentamt in und um München direkt und indirekt mindestens 10.000 Arbeitsplätze sichert.

"Patenthauptstadt" München

Die erfolgreiche Entwicklung des EPA verschaffte München auch eine starke Position als Hauptstadt des gewerblichen Rechtschutzes in Europa, mit entsprechendem Beschäftigungspotenzial: Von über 8 000 zugelassenen Patentanwälte sind deren fast 900 in München und Umgebung niedergelassen. Sie beschäftigen in ihren Kanzleien rund 3 000 Mitarbeiter. Ihr europäisches Institut epi hat ebenfalls seinen Sitz in München.

Zusammen mit dem Deutschen Patent- und Markenamt, dem Bundespatentgericht und der Patentanwaltskammer verschaffen das EPA und epi München erwiesenermaßen auch Vorteile bei der Ansiedlung von Unternehmen im High-Tech-Bereich: Für forschungsintensive Technologien wie etwa die Biotechnologie sei der Rückgriff auf Patentschutz zur Begrenzung wirtschaftlicher Risiken unverzichtbar, erklärte Alain Pompidou. Auch in dieser Hinsicht setze die Indienststellung des neuen Gebäudes Akzente: „Die Investition in den Ausbau des EPA bedeutet auch eine Investition in die Wissenswirtschaft in Europa.“

Bunter "Tag der offenen Tür" am 11. Juni

Davon können sich auch die Münchner Bürgerinnen und Bürger überzeugen, denen das neue EPA-Gebäude am 11. Juni zur Besichtigung offen steht. Dabei gibt es für die Besucher einiges zu sehen und zu erfahren: Ein vielseitiges Programm in Form eines Informationsparcours gewährt einen Einblick in die Aufgaben des Patentamts, zeigt die Schutz- und Informationsfunktion von Patenten und erklärt auch ausführlich die Arbeit der Patentprüfer. Welche konkrete Bedeutung Patente im Alltag haben, vermittelt die Ausstellung "The Wheel of Invention - von der Idee zum Patent". Darüber hinaus bietet das EPA seinen Gästen Kulinarisches aus seinen 30 Mitgliedstaaten, Unterhaltung und Musik. Auch für Kinder gibt es ein Programm.


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