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München, 20. Dezember 2005 - Roland Grossenbacher bleibt Präsident des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation (EPO). Die Delegierten der 31 Mitgliedstaaten der EPO wählten auf der Dezembertagung den Direktor des Schweizer Amts für Geistiges Eigentum zum dritten Mal an die Spitze ihres Verwaltungsrats. Seine Amtszeit beginnt im März 2006 und endet im März 2009.
Bei der Abstimmung setzte sich Roland Grossenbacher gegen seine Mitbewerber, den Generaldirektor des dänischen Patent- und Markenamts, Jesper Kongstad, und den stellvertretenden Leiter der rumänischen Patentbehörde, Alexandru Cristian Strenc, durch.
Die EPO steht zurzeit vor großen Herausforderungen im Hinblick auf die weitere Integration des Wirtschaftsraums in Europa. Roland Grossenbacher bekräftigte seine Entschlossenheit, die Führungsrolle der EPO auch bei der Gestaltung des weltweiten Patentsystems weiter zu festigen und auszubauen.
Der Verwaltungsrat der EPO besteht aus den Delegationen der Mitgliedstaaten und ist das Legislativorgan der Organisation. Er ist unter anderem für politische Belange der EPO zuständig und führt auch die Aufsicht über die Tätigkeit des Europäischen Patentamts aus.
Die Europäische Patentorganisation ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in München. Sie wurde am 7. Oktober 1977 auf der Grundlage des 1973 in München geschlossenen Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) gegründet. Ihre Aufgabe ist die Erteilung europäischer Patente nach dem EPÜ. Sie wird vom Europäischen Patentamt wahrgenommen.