Bekanntmachung: Unbeschränkte Ausschreibung Nr. 1662 (NL - Den Haag)

Beschaffung von Datentelekommunikationsdiensten zur Erstellung eines hoch verfügbaren und sicheren Weitverkehrsnetzes zwischen den Standorten des Europäischen Patentamtes

  1. Auftraggeber:

    Europäische Patentorganisation (EPO), handelnd durch das Europäische Patentamt mit Hauptsitz in D 80469 München, Bob-van-Benthem-Platz 1, Postanschrift: EPA, D 80298 München.
    Die Europäische Patentorganisation ist eine zwischenstaatliche Organisation, die durch das 1977 in Kraft getretene Europäische Patentübereinkommen gegründet wurde. Ihr gehören derzeit 38 Mitgliedstaaten an (Albanien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern). Ausführendes Organ der EPO ist das Europäische Patentamt, das die Recherche und Prüfung europäischer Patentanmeldungen und die Erteilung europäischer Patente zur Aufgabe hat. Es beschäftigt rund 6700 Bedienstete am Hauptsitz in München, in einer Zweigstelle in Den Haag (Rijswijk (NL)) und in zwei Dienststellen in Berlin und Wien. (Die Zahl der Mitgliedstaaten und der Bediensteten kann sich ändern.)

  2. Vergabeverfahren:

    Unbeschränkte Ausschreibung im Leistungswettbewerb

  3. Beschreibung des Auftrags:

    1. Gegenstand des Auftrags:

      Beschaffung von Datentelekommunikationsdiensten zur Erstellung eines hoch verfügbaren und sicheren Weitverkehrsnetzes zwischen den Standorten (siehe Kapitel 4 (a)) des Europäischen Patentamtes. Der Vertrag beinhaltet anfangs die Bereitstellung von Ethernet und SDH basierenden Diensten und sieht vor, unter anderem, zusätzliche optionale Dienste zwischen den EPA Standorden und Kapazitätsausweitungen oder -verminderungen. Das EPA wird zwei Verträge für dieselben Dienste an zwei verschiedenen Firmen vergeben um ein hohes Niveau an Redundanz zu gewinnen. Redundanz stellt ein Kernelement des kompletten WAN (bestehend aus der Gesamtheit der Dienste, bereitgestellt durch die zwei Firmen an die der Vertrag vergeben wird) dar. Um die Redundanz aufrechtzuerhalten, wird von jeder ausgewählten Firma erwartet, dass sie dem EPA Einsicht gibt in den tatsächlichen Leitungsverlauf der Verbindungen und das sie mit dem EPA kooperiert um Defizite zu reduzieren oder zu beseitigen.

    2. Teilung in Lose:

      nicht zutreffend

    3. Erforderliche Sicherheiten und Bürgschaften:

      nicht zutreffend

    4. Wichtigste Zahlungsbedingungen:

      Die Zahlungen erfolgen im Nachhinein innerhalb von 30 Tagen nach Annahme der Rechnung.

    5. Rechtlich vorgeschriebene Qualifikationen:

      nicht zutreffend

  4. Erfüllungsort und Leistungsfrist:

    1. Erfüllungsort:

      Hauptsitz wie unter Nr. 1,
      Zweigstelle in Rijswijk,
      Dienststelle in Wien,
      Dienststelle in Berlin und
      Amt in Brüssel.

    2. Vertragslaufzeit oder Ausführungsfrist:

      Ein Dreijahresvertrag mit der Möglichkeit es einmal um jeweils ein Jahr zu verlängern, nach Entscheidung der EPO. Die Leitungen, die für den Vertragsbeginn bestellt werden,
      müssen am 1.Mai.2014 für Tests geliefert werden. Inbetriebnahme der Leitungen ist für den
      1.Juni.2014 vorgesehen

  5. Änderungsvorschläge:

    Änderungsvorschläge, die sich in einer erheblichen Einschränkung der Rechte und Sicherheiten der EPO niederschlagen würden, sind nicht zulässig.

  6. Anforderung der Verdingungsunterlagen und Abgabe des Angebots:

    1. Bezeichnung und Anschrift der Stelle, bei der die Verdingungsunterlagen und Zusatzauskünfte dazu angefordert werden können:

      Europäisches Patentamt
      Zentrale Beschaffung 4.8 (1662)
      Patentlaan 2
      NL-2288 EE Rijswijk
      Niederlande

      E-Mail: dhtenderclarifications@epo.org

      Die Verdingungsunterlagen können schriftlich oder per E-Mail angefordert werden.

    2. Annahmeschluss für die Anforderung der Verdingungsunterlagen bei der EPO:

      07 Januar 2014, 12.00 Uhr (MEZ)

    3. Annahmeschluss für Rückfragen bei der EPO:

      14 Januar 2014, 12.00 Uhr (MEZ)
      Rückfragen sind schriftlich oder per Telefax oder per E-Mail einzureichen.

    4. Annahmeschluss für Angebote/Zahl der einzureichenden Ausfertigungen:

      28 Januar 2014, 12.00 Uhr (MEZ)
      Angebote sind ausschließlich im Original einzureichen.

    5. Anschrift, an die Rückfragen und das Angebot zu richten sind:

      wie unter Nr. 6 a)
      Bitte reichen Sie Ihr Angebot nur per Post und nicht per Fax oder per E-Mail ein. Per Fax oder per E-Mail eingereichte Angebote werden ausgeschlossen.

    6. Sprache oder Sprachen, in denen Rückfragen und das Angebot abzufassen sind:

      Englisch
      Die Verdingungsunterlagen sind nur in Englisch erhältlich.

  7. Rechtsform einer Bietergemeinschaft:

    Reichen mehrere Bieter ein gemeinsames Angebot ein, so ist einer von ihnen als Hauptauftragnehmer zu benennen, der für die Erfüllung aller vertraglichen Verpflichtungen haftet.

  8. Kriterien für die Beurteilung der zur Auftragsausführung erforderlichen Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bieters:

    Angebote von Bietern, die nicht die in den Verdingungsunterlagen genannten Auswahlkriterien erfüllen und/oder deren finanzielle und professionelle Zuverlässigkeit aufgrund ihrer Verhältnisse ernstlich infrage steht (s. Artikel 2 der Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen, abrufbar unter www.epo.org), sind von der Auftragsvergabe ausgeschlossen.
    Die zur Auftragsausführung erforderliche Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bieters wird auf der Grundlage der Angaben und Nachweise beurteilt, die in Beantwortung des Fragebogens in Anhang 1 der Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen und zusätzlicher Fragebögen zu den Verdingungsunterlagen erbracht werden.

  9. Bindefrist:

    Sechs Monate ab dem unter Nr. 6 d) angegebenen Annahmeschluss für Angebote

  10. Kriterien für die Zuschlagserteilung:

    Der Vertrag wird an die zwei Bieter (siehe Bemerkung unten) erteilt, dessen Angebot den Vorzug erhält in Bezug auf des Bieters Fähigkeit die Bedingungen und Anforderungen des EPA zu erfüllen. Die Zuschlagserteilung erfolgt durch das Bewerten folgender Kriterien:

    • Preisvorteil für das EPA (70% Preisangebot).
    • Erfahrung des Bieters mit ähnlichen Diensten (10%)
    • Technische und organisatorischen Fähigkeiten des Bieters zur Implementierung und zum Betrieb der verlangten Dienste in Übereinstimmung mit den Anforderungen, im Besonderen betreffend Redundanz und Dienstverfügbarkeit (10%)
    • Fähigkeit des Bieters eine starke Präsenz im WAN Dienste Markt nachzuweisen, in den betroffenen Ländern (einschließlich Kundenreferenzen) (10%).

    Besondere Aufmerksamkeit wird der Übereinstimmung mit den Anforderungen aus den Ausschreibungsunterlagen gewidmet.

    Das Obenstehende gilt für die Erteilung von zwei individuellen Verträgen wie in Kapitel 3 (a) beschrieben.

  11. Sonstige Angaben:

    Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Zuschlag im ersten Quartal 2014 erteilt wird.
     

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