Bekanntmachung: Beschränkte Ausschreibung Nr. 2053 mit vorausgehender Präqualifikation (NL - Den Haag)

Erbringen, Design, Anordnung, Ausführung und Einsatz von einer Identity und Access Management (IAM) Plattform als Managed Service für das EPA.

  1. Auftraggeber:

    Europäische Patentorganisation (EPO), handelnd durch das Europäische Patentamt mit Hauptsitz in D 80469 München, Bob-van-Benthem-Platz 1, Postanschrift: EPA, D 80298 München.

    Die Europäische Patentorganisation ist eine zwischenstaatliche Organisation, die durch das 1977 in Kraft getretene Europäische Patentübereinkommen gegründet wurde. Ihr gehören derzeit 38 Mitgliedstaaten an (Albanien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern). Ausführendes Organ der EPO ist das Europäische Patentamt, das die Recherche und Prüfung europäischer Patentanmeldungen und die Erteilung europäischer Patente zur Aufgabe hat. Es beschäftigt rund 6700 Bedienstete am Hauptsitz in München, in einer Zweigstelle in Den Haag (Rijswijk (NL)) und in zwei Dienststellen in Berlin und Wien. (Die Zahl der Mitgliedstaaten und der Bediensteten kann sich ändern.)

  2. Vergabeverfahren:

    Beschränkte Ausschreibung im Leistungswettbewerb.

  3. Beschreibung des Auftrags:

    1. Gegenstand des Auftrags:

      Erbringen, Design, Anordnung, Ausführung und Einsatz von einer Identity und Access Management (IAM) Plattform als Managed Service für das EPA.

      Die Plattform besteht aus Drei Bestandteile:

      1. Identity-Governance- und Verwaltungsmodul: Dieses Modul wird das Unternehmensverzeichnis für alle elektronische Identitäten (Mitarbeiter, Partner und Kunden) darstellen. Dieses wird mit den Identitätsquellen und Zielsystemen des EPAs für Benutzererstellung verbunden.
      2. Authentifizierungsmodul: Dieses Modul wird als zentralisierte Authentifizierungsmaschine für die meisten EPAs Systeme dienen. Sie wird verschiedene Authentifizierungsverfahren und Verbundszenarien unterstützen, die als einer Identitätsprovider dient.
      3. Authentifizierungstoken Modul: Dieses Modul wird von EPA Nutzern angewendet, um den Lebenszyklus (Anfrage, Grundstellung, Ausschalten usw.) des Authentifizierungstokens (Passwort, Smartcards usw.) zu verwalten.


      Die IAM Plattform soll Bereitstellung- und Authentifikationsaktivitäten für EPA Nutzer (ca. 7.000 Mitarbeiter, 30.000 Kunden und 10.000 Partner) verwalten. Das EPA wird schon mit Identitätsverbunden von externen Partnern, Single-Sign-on und Multifaktor-Authentifizierung unterstützt. Die vorgenannten Funktionalitäten, die zurzeit von unterschiedlichen Systeme verwaltet werden, sollen in die IAM Plattform eingebunden werden.

    2. Aufteilung in Lose:

      Nicht zutreffend

    3. Erforderliche Sicherheiten und Bürgschaften:

      Nicht zutreffend

    4. Wichtigste Zahlungsbedingungen:

      Innerhalb von 30 Tagen nach Abschluss und Abnahme der Arbeiten.
      Laufende Gebühren: monatlich im Nachhinein

    5. Rechtlich vorgeschriebene Qualifikationen:

      Nicht zutreffend

  4. Erfüllungsort und Leistungsfrist:

    1. Erfüllungsort:

      In den Räumlichkeiten des Auftragnehmers und
      an der EPA Niederlassung in Rijswijk, NL

    2. Vertragslaufzeit oder Ausführungsfrist:

      Die Dienstleistungen sind nach erfolgreicher Abnahme der IAM Plattform für eine Dauer von fünf Jahren zu erbringen,

  5. Änderungsvorschläge:

    Änderungsvorschläge, die sich in einer erheblichen Einschränkung der Rechte und Sicherheiten der EPO niederschlagen würden, sind nicht zulässig.

  6. Vorauswahl und Ausschreibungsverfahren:

    1. Letzter Tag der Frist für die Beantwortung der Vorauswahlfragen (s. Nr. 11 dieser Bekanntmachung) und Übermittlung der Geheimhaltungsvereinbarung:

      17.11.2017, 12.00 Uhr (MEZ)
      Bei Interesse an der Teilnahme an diesem Ausschreibungsverfahren beantworten Sie bitte die Vorauswahlfragen unter Nr. 11 (Sonstige Angaben) und übermitteln Sie Ihre Antwort an die unter Nr. 6 f) angegebene E-Mail-Adresse.

      Darüber hinaus müssen interessierte Parteien die unter
      http://webserv.epo.org/download.nsf/0/9EEA7440E1381150C12581BF002736A4?OpenDocument

      Verfügbare Geheimhaltungsvereinbarung herunterladen, die Anweisungen auf dem Deckblatt folgen, zwei Kopien ausfüllen und unterschreiben und auf zwei Arten an das EPA schicken: (1) die ausgefüllte und unterzeichnete Geheimhaltungsvereinbarung per E-Mail an die unter Nr. 6f dieser Bekanntmachung angegebene E-Mail-Adresse bis zum oben genannten Datum schicken und (2) zwei unterschriebene Originale an die unter Punkt 6f dieser Bekanntmachung angegebene Postanschrift des EPA schicken. Der Versand an die Post- oder Kurierdienst darf spätestens bis zum oben genannten Datum stattfinden. Das EPA würde erwarten, dass die beiden Originale spätestens am dritten Werktag nach dem oben genannten Datum beim EPA eintreffen.

      Da Klarstellung der Antworten auf die Vorauswahlfragen erforderlich sein könnte, würde das EPA schätzen, wenn die interessierten Parteien ihre Antwort auf die Vorauswahlfragen so früh wie möglich einreichen, um die folgenden Fristen einzuhalten.

    2. Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung durch das EPA:

      Auf der Grundlage der Auswertung der oben genannten Vorauswahlfragen erhalten die qualifizierten Teilnehmer eine Kopie der Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet durch das EPA.

    3. Versendung der Verdingungsunterlagen:

      Die Verdingungsunterlagen werden nur an die qualifizierten Teilnehmer versandt, die die Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet haben. Die Versendung der Verdingungsunterlagen ist für 20.11.2017 geplant.

    4. Annahmeschluss für Rückfragen bei der EPO:

      • Voraussichtlich 04.12.2017. Das genaue Datum wird den qualifizierten Teilnehmern bei der Versendung der Verdingungsunterlagen mitgeteilt.
      • Rückfragen sind schriftlich oder per E-Mail einzureichen.
    5. Annahmeschluss für Angebote/Zahl der einzureichenden Ausfertigungen:

      • Voraussichtlich 05.01.2018. Das genaue Datum wird den qualifizierten Teilnehmern bei der Versendung der Verdingungsunterlagen mitgeteilt.
      • Das Angebot ist in einer Originalausfertigung mit Preisangaben (Angebotsformblatt und Begleitunterlagen) und einer zusätzlichen Ausfertigung ohne Preisangaben einzureichen, letztere als durchsuchbare PDF-Datei auf einem Datenträger.
    6. Anschrift, an die Rückfragen und das Angebot zu richten sind:

      Europäisches Patentamt
      Paul de Jong
      Zentrale Beschaffung 4.8 (2053)
      Patentlaan 2, 2288 EE Rijswijk, Niederlande
      P.O. Box 5818, 2280 HV Rijswijk,
      Niederlande

      E-Mail: dhtenderclarifications@epo.org

      Bitte reichen Sie Ihr Angebot nur per Post und nicht per Fax oder per E-Mail ein. Per Fax oder per E-Mail eingereichte Angebote werden ausgeschlossen.

    7. Sprache oder Sprachen, in denen Rückfragen und das Angebot abzufassen sind:

      Englisch;
      Die Verdingungsunterlagen sind nur in Englisch erhältlich.

  7. Rechtsform einer Bietergemeinschaft:

    Reichen mehrere Bieter ein gemeinsames Angebot ein, so ist einer von ihnen als Hauptauftragnehmer zu benennen, der für die Erfüllung aller vertraglichen Verpflichtungen haftet. Zusammen mit dem Angebot ist eine entsprechende von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft unterzeichnete Erklärung einzureichen, in der ein Vertreter bestimmt ist, der bevollmächtigt ist, für alle Mitglieder zu handeln.

  8. Kriterien für die Beurteilung der zur Auftragsausführung erforderlichen Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bieters:

    Angebote von Bietern, die nicht die unter Punkt 11 dieser Bekanntmachung genannten Auswahlkriterien erfüllen und/oder deren finanzielle und professionelle Zuverlässigkeit aufgrund ihrer Verhältnisse ernstlich infrage steht (s. Artikel 2 der Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen, abrufbar unter www.epo.org), sind von der Auftragsvergabe ausgeschlossen.

    Die zur Auftragsausführung erforderliche Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bieters wird auf der Grundlage der Angaben und Nachweise beurteilt, die in Beantwortung des Fragebogens in Anhang 1 der Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen und zusätzlicher Fragebögen zu den Verdingungsunterlagen erbracht werden.

  9. Bindefrist:

    Sechs Monate ab dem Annahmeschluss für Angebote, der bei Versendung der Verdingungsunterlagen mitgeteilt wird.

  10. Kriterien für die Zuschlagserteilung:

    Der Zuschlag wird dem Bieter erteilt, der am besten in der Lage ist, die Bedürfnisse und Erfordernisse der EPO zu erfüllen. Ausschlaggebend sind dabei:

    • Finanzielle Aspekte (40 %)
    • Technische Aspekte: (60 %)
  11. Sonstige Angaben:

    Bieter, die sich für die Teilnahme an dieser Ausschreibung interessieren, übermitteln ihre Antworten auf Englisch auf die nachstehenden Fragen in Tabellenform bis zum unter Nr. 6 a) genannten Einsendeschluss an die unter Nr. 6 f) angegebene E-Mail-Adresse einschließlich der erforderlichen Nachweise und die unterzeichnete Geheimhaltungsvereinbarung.

    Vorauswahlfragen

    Wirtschaftliche und finanzielle Kapazität des Bieters

    1. Bestätigen Sie, dass sich der satzungsgemäße Sitz Ihres Unternehmens (juristische Person) in einem der unter Nr. 1 genannten Vertragsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens befindet. Bitte legen Sie Nachweise vor.
    2. Erzielt Ihr Unternehmen einen Jahresumsatz von etwa 10 Mio. EUR oder mehr? Bitte legen Sie Nachweise vor.
    3. Erklären Sie, dass Ihr Unternehmen nicht insolvent ist oder abgewickelt wird, die gewerbliche Tätigkeit nicht eingestellt oder ausgesetzt hat, nicht einer gerichtlichen Verwaltung unterstellt ist, keine Vereinbarungen mit Gläubigern getroffen hat bzw. sich nicht in einer ähnlichen Lage befindet.
    4. Bestätigen Sie, dass die EPO über eine externe Quelle (d. h. Dun & Bradstreet) eine Bonitätsprüfung Ihres Unternehmens durchführen darf.

    Wirtschaftliche und professionelle Kapazität des Bieters

    1. Nennen Sie mindestens zwei Referenzprojekte für das Identitäts- und Zugangsmanagement, die in Größe und Umfang vergleichbar sind, mit die in Punkt 3 a) dieser Ankündigung beschriebenen.
    2. Bestätigen Sie unter Vorlage entsprechender Nachweise, dass Ihr Unternehmen über genügend Mitarbeiter verfügt, deren Erfahrung und Kenntnisse die Bewältigung der unter Nr. 3 a) beschriebenen Arbeiten erlauben.


    Bieter können zur Vorstellung ihrer Angebote eingeladen werden, die in Rijswijk stattfinden wird, falls technische Klarstellungen erforderlich sein werden. Datum und Uhrzeit werden rechtzeitig mitgeteilt. Die Kosten, die den Bietern dadurch entstehen, werden von der EPO nicht erstattet.

    Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Zuschlag im ersten Quartal 2018 erteilt wird.

Quick Navigation