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Leitfaden für Anmelder, 2. Teil: PCT-Verfahren vor dem EPA (Euro-PCT-Leitfaden)

 
 
Vertragsstaaten des PCT und des EPÜ
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In jüngster Zeit ist das EPÜ für folgende Staaten in Kraft getreten: San Marino (SM) (1. Juli 2009), Albanien (AL) (1. Mai 2010) und Serbien (RS) (1. Oktober 2010). Damit war das EPÜ am 1. Januar 2014 in insgesamt 38 Staaten in Kraft[ 12 ]: Albanien (AL), Belgien (BE), Bulgarien (BG), Dänemark (DK), Deutschland (DE), Estland (EE), Finnland (FI), Frankreich (FR), Griechenland (GR), Irland (IE), Island (IS), Italien (IT), Kroatien (HR), Lettland (LV), Liechtenstein (LI), Litauen (LT), Luxemburg (LU), Malta (MT), ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (MK), Monaco (MC), Niederlande (NL), Norwegen (NO), Österreich (AT), Polen (PL), Portugal (PT), Rumänien (RO), San Marino (SM), Schweden (SE), Schweiz (CH), Serbien (RS), Slowakei (SK), Slowenien (SI), Spanien (ES), Tschechische Republik (CZ), Türkei (TR), Ungarn (HU), Vereinigtes Königreich (GB) und Zypern (CY).
ABl. 2009, 396
ABl. 2010, 96
ABl. 2010, 394
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Alle EPÜ-Vertragsstaaten sind auch Vertragsstaaten des PCT, und für alle ist auch dessen Kapitel II verbindlich. Das EPA kann somit als Bestimmungsamt oder ausgewähltes Amt für jeden EPÜ-Vertragsstaat tätig werden, sofern die internationale Anmeldung an oder nach dem Tag eingereicht wurde, an dem das EPÜ für den betreffenden Staat in Kraft getreten ist. Auf der Grundlage einer internationalen Anmeldung, die vor dem Inkrafttreten des EPÜ in dem betreffenden EPÜ-Vertragsstaat eingereicht wurde, kann also kein europäisches Patent erteilt werden.
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In einigen EPÜ-Vertragsstaaten kann der Anmelder Patentschutz auf der Grundlage einer internationalen Anmeldung nur auf dem europäischen Weg, d. h. durch Eintritt in die europäische Phase (und somit über ein europäisches Patent für den betreffenden Staat) erlangen, da diese Staaten die Möglichkeit ausgeschlossen haben, dass internationale Anmeldungen vor ihrem nationalen Amt in die nationale Phase eintreten (vgl. 121).
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Zu "Erstreckungsstaaten" siehe 122 ff.