European Patent Office

T 1173/97 (Computerprogrammprodukt) vom 01.07.1998

Europäischer Rechtsprechungsidentifikator
ECLI:EP:BA:1998:T117397.19980701
Datum der Entscheidung
1. Juli 1998
Aktenzeichen
T 1173/97
Antrag auf Überprüfung von
-
Anmeldenummer
91107112.4
IPC-Klasse
G06F 11/14
Verfahrenssprache
Englisch
Verteilung
Im Amtsblatt des EPA veröffentlicht (A)
Amtsblattfassungen
Weitere Entscheidungen für diese Akte
-
Zusammenfassungen für diese Entscheidung
-
Bezeichnung der Anmeldung
Resynchronisation asynchrone d'une procédure de validation
Name des Antragstellers
International Business Machines
Name des Einsprechenden
-
Kammer
3.5.01
Leitsatz

Ein Computerprogrammprodukt fällt nicht unter das Patentierungsverbot nach Artikel 52 (2) und (3) EPÜ, wenn es beim Ablauf auf einem Computer einen weiteren technischen Effekt bewirkt, der über die "normale" physikalische Wechselwirkung zwischen dem Programm (Software) und dem Computer (Hardware) hinausgeht.

Relevante Rechtsnormen
Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Art 10Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Art 27(1)Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Art 27(2)Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Art 27(3)European Patent Convention Art 23(3) 1973European Patent Convention Art 52(1) 1973European Patent Convention Art 52(2)(c) 1973European Patent Convention Art 52(3) 1973European Patent Convention R 27 1973European Patent Convention R 29 1973Guidelines_C-IV,2(3)Vienna Convention on the Law of Treaties (1969) Art 30Vienna Convention on the Law of Treaties (1969) Art 31(1)Vienna Convention on the Law of Treaties (1969) Art 31(4)Vienna Convention on the Law of Treaties (1969) Art 4
Schlagwörter
Patentierungsverbot für Computerprogrammprodukte (nicht unter allen Umständen)
Orientierungssatz
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.

2. Die Angelegenheit wird zur weiteren Entscheidung über den Antrag der Beschwerdeführerin an die erste Instanz zurückverwiesen, die insbesondere auch zu prüfen hat, ob die Ansprüche im vorliegenden Wortlaut unter das Patentierungsverbot nach Artikel 52 (2) und (3) EPÜ fallen, wenn man berücksichtigt, daß ein Computerprogrammprodukt nicht unter allen Umständen von der Patentierung ausgeschlossen ist.