In
T 18/88 (ABl. 1992, 107) machte der Anmelder geltend, dass die Insektizidwirkung der bekannten Endprodukte gegenüber der eines ebenfalls bekannten Insektizids mit ähnlicher Struktur erheblich besser sei; dies reiche aus, um eine erfinderische Tätigkeit bei den Zwischenprodukten zu begründen, selbst wenn die Endprodukte keine Neuheit und/oder erfinderische Tätigkeit aufwiesen. Die Kammer wies das Argument des Anmelders unter Hinweis auf die Entscheidung
T 65/82 (ABl. 1983, 327) mit folgender Begründung zurück: Beanspruchte Zwischenprodukte müssen selbst auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen, um patentierbar zu sein. Die Frage, ob unter bestimmten Voraussetzungen neue und erfinderische Weiterverarbeitungsprodukte eine erfinderische Tätigkeit bei Zwischenprodukten stützen können, stellt sich hier nicht, weil die Weiterverarbeitungsprodukte im vorliegenden Fall weder neu noch erfinderisch sind. Zwischenprodukte werden nicht schon dadurch erfinderisch, dass die - weder neuen noch erfinderischen - Weiterverarbeitungsprodukte eine überlegene Wirkung aufweisen (
T 697/96,
T 51/98).