Praktika Intern 2013 - Ausbildungsprogramm für Vertreter im Patentwesen

Das aus drei Modulen bestehende Programm PRAKTIKA INTERN wurde für Teilnehmer mit unterschiedlichem Wissens- und Erfahrungsstand konzipiert. Es richtet sich an Kandidaten für die Europäische Eignungsprüfung (EEP) sowie zugelassene Vertreter, die freiberuflich oder in der Industrie tätig sind. Die Organisation und Koordination des internationalen Programms übernimmt die Europäische Patentakademie. Ihr Ziel ist es, Interessenten aus allen derzeitigen und künftigen Vertragsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) gleichermaßen den Zugang zu Aus- und Fortbildungsangeboten im Bereich des europäischen und internationalen Patentrechts (Theorie und Praxis) zu ermöglichen.

Die drei im Folgenden beschriebenen Module bauen nicht aufeinander auf und können daher unabhängig voneinander belegt werden. Allerdings kann jeder Bewerber pro Jahr nur ein Modul besuchen. Wer schon im Vorjahr an einem Modul teilgenommen hat, erhält bei der Vergabe der diesjährigen Praktikumsplätze gegenüber Neubewerbern keinen Vorteil.

Die Module im Überblick

Modul 1 - Einführung

Modul 1, das in Form von klassischem Unterricht stattfindet, führt die Teilnehmer in die Verfahren vor und nach der Patenterteilung vor dem Europäischen Patentamt (EPA) ein. Wer den dreiwöchigen Kurs besuchen möchte, muss seine berufliche Ausbildung bei einem zugelassenen Vertreter oder in der Industrie bereits begonnen haben. Zudem sollte er das Ziel verfolgen, die EEP oder die Vorprüfung innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre abzulegen.

Modul 1 findet am Dienstort München am folgenden Termin statt:

10.06. - 28.06.2013
(München)

Modul 2 - Arbeiten mit einem Prüfer

Für Modul 2 werden von den Teilnehmern ausreichende Kenntnisse des europäischen Patenterteilungsverfahrens sowie des nationalen Verfahrens ihrer Vertragsstaaten erwartet. Zugangsvoraussetzung ist zudem der erfolgreiche Abschluss der CEIPI/epi-Grundausbildung im europäischen Patentrecht oder eines gleichwertigen Kurses. In Ausnahmefällen können auch Bewerber berücksichtigt werden, die nachweisen, dass ihr Wissensstand dem eines Kandidaten für die EEP entspricht.

Die Praktikanten verbringen drei Wochen in der Generaldirektion 1 (GD 1), deren Aufgabenspektrum die Bereiche Recherche, Prüfung und Einspruch umfasst. Hier haben die Praktikanten die Möglichkeit, an realen Fällen zu arbeiten. Jeder Praktikant wird von einem Prüfer betreut, der ihn Schritt für Schritt in die Arbeitsweise der GD 1 einführt. In diesem Zusammenhang lernen die Praktikanten auch die spezifischen Software-Programme kennen, die ein Prüfer für seine tägliche Arbeit benötigt.

Modul 2 wird an den Dienstorten München und Den Haag an folgenden Terminen angeboten:

7.10. - 25.10.2013 (München)

23.9. - 11.10.2013 (Den Haag)


Modul 3 - Technische Beschwerdekammer

Um ein Praktikum in der Generaldirektion 3 (GD 3) zu absolvieren, müssen die Bewerber weitergehende patentrechtliche Qualifikationen (vorzugsweise die EEP oder nationale Patentanwaltsprüfung) sowie praktische Erfahrung in der Bearbeitung von Patentangelegenheiten (Anmeldung, Einspruch, Beschwerde und/oder Streitregelung) mitbringen. In der GD 3 wird jeder Praktikant einer der Technischen Beschwerdekammern des EPA in München zugeteilt. Dort hat er die Gelegenheit, sich unter Anleitung seines jeweiligen Betreuers mit dem Verfahren vor den Beschwerdekammern vertraut zu machen. Gegebenenfalls kann der Praktikant auch an mündlichen Verhandlungen teilnehmen.

Für dieses Modul gibt es keine festen Termine. Sie werden nach Absprache mit den einzelnen Kammern für jeden Praktikanten individuell festgelegt. Die Dauer des Praktikums beträgt drei Wochen.

Kosten

Die Teilnahme an allen drei Modulen ist kostenlos. Jedoch müssen die Praktikanten für die Kosten für Verpflegung und Unterkunft selbst aufkommen. In Ausnahmefällen kann eine finanzielle
Unterstützung durch das EPA gewährt werden (siehe Bewerbungsformular).

Allgemeine Teilnahmevoraussetzungen

Wer am Programm PRAKTIKA INTERN teilnehmen möchte, muss die Staatsangehörigkeit eines der EPÜ-Vertragsstaaten besitzen sowie seinen Geschäfts- oder seinen Wohnsitz in einem der Vertragsstaaten haben.

Die Bewerber müssen über gute Kenntnisse in mindestens einer der drei Amtssprachen sowie Grundkenntnisse in den beiden anderen verfügen. Die Anzahl der pro Jahr zur Verfügung stehenden Praktikumsplätze ist beschränkt. Bevorzugt werden Kandidaten, die keine der Amtssprachen als Muttersprache haben. Für Modul 1 werden Bewerbungen aus Staaten, die erst vor Kurzem dem EPÜ beigetreten sind, besonders berücksichtigt.

Bewerben Sie sich jetzt online.  Bewerbungsschluss: 31. Januar 2013



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