Zulassungsbedingungen und Anmeldung

Zur europäischen Eignungsprüfung werden nur Bewerber zugelassen, die zum Zeitpunkt der Prüfung folgende Voraussetzungen erfüllen:

a) Qualifikation
Die Bewerber müssen sich auf einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fachgebiet qualifiziert haben, zum Beispiel auf dem Gebiet der Biologie, der Biochemie, der Chemie, der Elektronik, der Pharmakologie oder der Physik.
Alle Entscheidungen über die Zulassung werden auf Grundlage des Artikels 11 (1) a) der Vorschriften über die europäische Eignungsprüfung (VEP), sowie der Regeln 11 bis 14 der Ausführungsbestimmungen zu diesen Vorschriften, gefällt.

b) Berufserfahrung
Die Bewerber müssen ein Praktikum unter Leitung eines zugelassenen Vertreters vor dem EPA abgeleistet haben oder als Angestellter in einem Unternehmen mit Sitz in einem Vertragsstaat mit Patentangelegenheiten befaßt gewesen sein.

Die obligatorische Praxiserfahrung ist sehr wichtig, weil ein großer Teil des Wissens, über das ein Europäischer Patentvertreter verfügen muß, bei dieser praktischen Ausbildung erworben wird. In dieser Zeit müssen die Bewerber an einer Vielzahl von Tätigkeiten im Zusammenhang mit Patentanmeldungen und Patenten beteiligt gewesen sein.

Berufserfahrungszeiten werden nur anerkannt, wenn sie nach Abschluß der vorgeschriebenen Qualifikation erworben wurden. Die praktische Ausbildung muß vor dem Prüfungstermin abgeschlossen sein.

Prüfer des EPA können sich zur Prüfung anmelden, wenn sie mindestens drei Jahre als Prüfer tätig waren.

c) Termine
Die Prüfung wird einmal im Jahr abgehalten, in der Regel Ende Februar/Anfang März. Ein Hinweis auf die Prüfungstermine einschließlich der Fristen für die Anmeldung wird im Amtsblatt veröffentlicht (im April des Vorjahres).

d) Prüfungsgebühr
Die Höhe der Prüfungsgebühr richtet sich nach der Zahl der Aufgaben, für die sich der Bewerber anmeldet. Im Jahr 2015 beläuft sich die Grundgebühr auf 200 EUR.

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