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Hilfe durch einen riesigen Schneebesen

Alexander Gorlov

Alexander Gorlovs Spiralturbine ist richtungsweisend im Bereich Hydroenergie. Dank ihrer innovationen Struktur und inhärenten Flexibilität kann die Turbine fast überall Energie erzeugen und im Vergleich zu ihren Vorläufermodellen effizienter funktio­nieren.

Erfinder: Alexander Gorlov, USA

Erfindung: Spiralturbine zur Erzeugung von elektrischer oder Antriebsenergie

Sektor: Erneuerbare Energien

Unternehmen: Northeastern University

Hintergrundinformation


Video Porträt


Aufgrund der weltweiten Energiekrise und der wachsenden Besorgnis in Bezug auf fossile Brennstoffe haben erneuerbare Energiequellen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Als eine dieser alternativen Energiequellen hat sich die Hydroenergie auf dem Markt etabliert.

Obwohl Wasserkraft eine erneuerbare und kohlenstofffreie Energieform ist, weist sie normalerweise wegen ihrer Abhängigkeit von Dämmen auch erhebliche Nachteile auf. Dämme greifen gravierend in Ökosysteme ein, und für ihren Bau müssen ganze Ortschaften umgesiedelt werden.

Gorlovs Spiralturbine stellt einen alternativen Ansatz der Hydroenergie dar. Die Turbine macht die Bewegungsenergie von fließendem Wasser nutzbar. Gorlovs Erfindung ist von Dämmen unabhängig und besteht aus einer freistehenden Unter­wasserturbine, die praktisch störungsfrei ist. Da sie die Energie unter Wasser erzeugt, ist sie weder zu sehen noch zu hören.

Bereits früher waren freistehende Turbinen auf den Markt gekommen, doch Gorlovs Spiral­turbine bietet aufgrund ihrer vertikalen Struktur eine noch effizientere Lösung. Die Vor­gängermodelle wiesen eine horizontale Anordnung auf. Mit der Umstellung auf eine vertikale Struktur wird die Stabilität der Turbine verbessert und die aus der Wasserströmung gewon­ne­ne Energiemenge von 20 % auf 35 % erhöht.

Gorlov änderte die Schaufeln seiner Turbine, indem er sie wie DNA-Stränge verdrehte. Dadurch kann die Turbine schneller rotieren und funktioniert effizienter.

Gorlovs Spiralturbine ist modular aufgebaut und kann je nach Umgebung und Rahmen­bedingungen flexibel angepasst werden. Sie kann sowohl in langsam als auch in schnell fließenden Gewässern betrieben werden und benötigt nur eine Wassertiefe von einem Meter.

Dank ihrer Einsatzflexibilität und ihrer einfachen Struktur kann die Turbine in Entwick­lungs­ländern und entlegenen Gegenden verwendet werden, die keinen Zugang zum Stromnetz haben.

Gorlovs Turbine bietet eine kostengünstige erneuerbare Energiequelle. Eines der kleineren Modelle, das nur 36 x 40 Zoll groß ist, kann zur Hälfte des Preises eines Sonnenkollektors installiert werden. Sie ist auch deutlich billiger als Diesel­generato­ren.

Derzeit wird die Spiralturbine genutzt, um ausreichend Strom für rund 500 Haushalte auf der koreanischen Insel Jindo zu erzeugen.

Alexander Gorlov ist Professor für Maschinenbau an der Northeastern University. 2001 verlieh ihm die American Society of Mechanical Engineers den Thomas A. Edison Patent Award für das Potenzial seiner Turbine, "die weltweite Energiekrise zu lindern".

Interview

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