Energie bewahren: Patente und Energiespeicherung

Im Bereich der Energiespeicherung arbeiten Ingenieure fieberhaft daran, Energie über längere Zeiträume hinweg mit minimalen Überschüssen und Verlusten zu speichern. Die Energiespeicherung spielt auch eine entscheidende Rolle dabei, dass das von der Europäischen Kommission gesetzte Ziel erreicht werden kann, die Energieeffizienz in den EU-Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2020 um 20 % zu erhöhen und zugleich den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Beiträge von Gewinnern und Finalisten des Europäischen Erfinderpreises zu diesem Thema.

Batterien für Hybridfahrzeuge: ein Schritt weiter

Die neueste Generation von Hybridfahrzeugen wie der Toyota Prius kann während der Fahrt Strom erzeugen - und die Energie zur späteren Verwendung in Batterien speichern.

Im Hintergrund überwacht ein intelligentes Leistungsregelungssystem, das vom japanischen Ingenieur Shoichi Sasaki - einem Finalisten des Erfinderpreises 2009 - entwickelt wurde, jedes einzelne Watt. Dieses System verhilft den Batterien zu einer längeren Lebensdauer und senkt das Risiko von Überladungsschäden.

Batterietechnologie: eine "grünere" Lösung

Ovshinsky (JPG) Die Energiespeicherung in Batterien ist die Lösung der Wahl für mobile Anwendungen. Aber die Technologie steht vor zwei Herausforderungen: kurze Lebensdauer und hoch giftige Abfallprodukte. Eine "grünere" Lösung sind die patentierten umweltschonenden Autobatterien des amerikanischen Erfinders Stanford Ovshinsky, eines Finalisten des Erfinderpreises 2012.

Die von ihm entwickelte NiMH-Batterie bietet eine "saubere" Speicherlösung mit einer Rekordlebensdauer und einer gegenüber Nickel-Kadmium-Batterien gleicher Größe doppelten bis dreifachen Leistung. Bei Hybridfahrzeugen und tragbarer Unterhaltungselektronik kommen solche Batterien mittlerweile standardmäßig zum Einsatz.

Wiederaufbereitung von Akkus: Rückgewinnung von Edelmetallen

Jedes Jahr werden Milliarden von Lithium-Ionen-Akkus für Handys, Laptops und MP3-Player produziert. Wenn sie einfach weggeworfen werden, fallen enorme Mengen von Müll an - größtenteils hoch giftige Edelmetalle.

Mit dem richtigen System können gebrauchte Akkus aber in die Wertschöpfungskette zurückgeführt werden: Dank dem patentierten Wiederaufbereitungsverfahren für Batterien der französischen Erfinder Farouk Tedjar und Jean-Claude Foudraz - die damit für den Erfinderpreis 2012 nominiert waren - können 98 % der in Akkus enthaltenen Edelmetalle wiederverwertet werden.

Die Zukunft der Druckluftspeichertechnik - eine Garagenerfindung

Im CNN-Feature Make, Create, Innovate arbeitet der britische Erfinder Peter Dearman in seiner Garage an einem neuen Motor, der mit "flüssiger Luft" betrieben wird. Dieser Dearman-Motor könnte nicht nur Fahrzeuge antreiben, sondern auch die Effizienz der Druckluftspeichertechnik steigern - und interessierte Unternehmen klopfen bereits an der Garagentür an.

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