Patentanmeldungen: EPA verzeichnet 2011 erneuten Rekord

17. Januar 2012

Die Zahl der Patentanmeldungen beim EPA lag im Jahr 2011 trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise bei 243 000 und damit 3 % über dem Rekordwert von 2010 (237 500). Erteilt wurden 62 115 Patente, was eine Steigerung von 7 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Hinsichtlich der geografischen Herkunft der Anmeldungen halten die wichtigsten Trends der letzten Jahre an. Eine klare Mehrheit (62 % aller Anmeldungen 2011) stammt aus außereuropäischen Staaten, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 61 % bedeutet. Generell setzt sich die Verschiebung in Richtung Asien fort: Während das Aufkommen aus Europa nahezu konstant blieb und die Anmeldungen aus den USA auf 24 % zurückgingen (2010: 26 %), verzeichneten die Anteile Chinas und Japans weiterhin Zuwächse (von 5 % bzw. 18 % auf 7 % bzw. 19 %). Unter den europäischen Staaten ist Deutschland Spitzenreiter (14 % der Anmeldungen), gefolgt von Frankreich (5 %), der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden (jeweils 3 %). Bei den großen Schwellenländern gab es beträchtliche Zuwachsraten: 13,1 % für Indien, 26,2 % für Russland und 11,3 % für Brasilien, wobei die Ausgangswerte allerdings relativ niedrig waren.

"Ich freue mich, dass die F&E-Investitionen im letzten Jahr trotz der Finanzkrise stabil geblieben sind. Die erneut gestiegenen Anmeldezahlen und der hohe Anteil außereuropäischer Patentanmeldungen sind ein klarer Beweis für das Vertrauen, das Europa als Wirtschaftsstandort genießt", so EPA-Präsident Benoît Battistelli. "Das EPA kann seine Führungsrolle im weltweiten Patentsystem verteidigen".

Wichtiger Hinweis

Hier handelt es sich um vorläufige Werte. Im März wird das EPA detaillierte Zahlen zu den Trends bei den einzelnen Wirtschaftssektoren und EPO-Mitgliedstaaten vorlegen.

Weitere Informationen

Zahlen für die 50 Länder, aus denen der Großteil der europäischen Patentanmeldungen stammen (PDF, 52 KB)

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