Europäische Unternehmen wahren Wettbewerbsfähigkeit im Innovationsbereich

28. Mai 2013

EPA-Präsident Battistelli

EPA-Präsident Benoît Battistelli hob heute hervor, wie kreativ Europas Erfinder sind und welche Rolle das Patentsystem spielt, wenn es darum geht, Innovationspotenzial in Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung umzusetzen.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Michel Barnier, dem europäischen Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, anlässlich des Europäischen Erfinderpreises 2013 in Amsterdam sagte Herr Battistelli: "Die heute geehrten Erfinder sind eindrucksvolle Beispiele für den erfinderischen Geist Europas. Auch in einer zunehmend technologiegesteuerten Welt kann es ohne erfindungsreiche, engagierte Frauen und Männer keinen Fortschritt geben."

Herr Battistelli würdigte auch das Europäische Patentübereinkommen, dessen 40-jähriges Bestehen in diesem Jahr gefeiert wird. Das Werk bilde das Fundament für das inzwischen größte und erfolgreichste regionale Patentsystem der Welt mit einem Markt von rund 600 Millionen Menschen. "Das Übereinkommen hat maßgeblich dazu beigetragen, Europa zu einer Innovationshochburg zu machen", so der Präsident. "Seit vier Jahrzehnten gibt das europäische Patentsystem Erfindern eine solide, zuverlässige Struktur vor, die sie ihren Patentierungsentscheidungen zugrunde legen können."

EU-Kommissar Michel Barnier


Mit Blick auf die Zukunft lobte der EPA-Präsident die Ende letzten Jahres zustande gekommene Einigung der EU-Mitgliedstaaten zur Einführung eines einheitlichen Patents und eines einheitlichen Patentgerichts. "Damit wird der Zugang zu Patentschutz für europäische Unternehmen, insbesondere für KMU und Forschungseinrichtungen, attraktiver und erschwinglicher", sagte er. "So können sie ihren Wettbewerbsvorteil im Innovationsbereich wahren und geniale Erfindungen machen, die für kommerziell erfolgreiche Produkte, Arbeitsplätze und Wohlstand sorgen."

Kommissar Barnier erklärte, das einheitliche Patent sei eines der Instrumente im Maßnahmenkatalog der Kommission zur Schaffung eines optimalen Innovationsumfelds. "Die europäischen Unternehmen und Forschungsinstitute brauchen ein europäisches Patent zu wettbewerbsfähigen Preisen."

Weitere Maßnahmen betreffen Markenschutz, Innovationsförderung und die Bekämpfung von Nachahmungen. Er führte aus, dass in Europa jährlich 200 000 Arbeitsplätze aufgrund von Produktpiraterie verloren gehen.

"Um uns im Wettbewerb zu behaupten, müssen wir Investitionen in Schlüsselbereiche der Technologie fördern. Andernfalls droht Europa zu einem Handlanger und bloßen Konsumenten von Technologie zu werden", so Herr Barnier.

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Europäischer Erfinderpreis 2013

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