Benoît Battistelli wurde im März 2010 zum Präsidenten des Europäischen Patentamts gewählt und trat am 1. Juli 2010 sein Amt an.
Der am 12. Juli 1950 in Paris geborene Franzose ist verheiratet und hat drei Kinder.
Nach seinem Studium am Pariser Institut für Politikwissenschaften (Institut d'Etudes Politiques de Paris, IEP) und der Verwaltungshochschule für den höheren Staatsdienst (Ecole nationale d'administration, ENA) trat er im Rang eines "administrateur civil" ins Wirtschafts- und Finanzministerium ein, wo er vorrangig dafür zuständig war, politische Leitlinien für verschiedene Ministerien und öffentliche Einrichtungen zu entwickeln, umzusetzen und zu beurteilen. So war er in der Generaldirektion für Wettbewerb und Konsum sowie der Direktion für Außenwirtschaftsbeziehungen des Wirtschafts- und Finanzministeriums tätig, insbesondere im Rahmen von Wirtschaftsmissionen in Polen, Italien, Indien und der Türkei.
1997 wurde er Regionaldirektor für Außenhandel der Region Ile-de-France (Großraum Paris). Ab 1999 bekleidete er im Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie die Position eines Abteilungsleiters für Innovations- und Wettbewerbspolitik sowie gewerblichen Rechtsschutz. Unter Nicole Fontaine (Präsidentin des Europäischen Parlaments von Juli 1999 bis Januar 2002 und Industrieministerin der französischen Regierung von Juni 2002 bis Mai 2004) war er stellvertretender Kabinettschef, ehe er im Mai 2004 zum Generaldirektor des französischen Patentamts (Institut national de la propriété industrielle, INPI) ernannt wurde.
Benoît Battistelli war außerdem von Juli 2005 bis Juli 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Europäischen Patentakademie und wurde im März 2009 zum Präsidenten des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation gewählt, dessen Vizepräsident er bereits seit Dezember 2006 war.