Wirtschaftliche Bedeutung von Patenten: EPA und OECD intensivieren Zusammenarbeit

Paris/München, 20. Februar 2012 - Der Präsident des Europäischen Patentamts (EPA), Benoît Battistelli, und der stellvertretende Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Richard Boucher, haben ein Memorandum of Understanding für die nächsten drei Jahre unterzeichnet. Damit wollen die beiden Organisationen ihre Zusammen­arbeit bei der Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung von Patenten vertiefen.

"Die OECD und das EPA können auf eine langjährige, fruchtbare Beziehung und eine Reihe wichtiger Projekte zurückblicken, etwa die Analyse von Patentstatistiken aus dem Bereich der sauberen Energietechnologien", sagt Präsident Battistelli. "Dieses neue Memorandum of Understanding unterstreicht das Bemühen des Amts, besser zu verstehen, welchen Beitrag das Patentsystem zur Dynamik der Wissensvermehrung leistet und wie sich dieser Beitrag zum Nutzen der Wirtschaft und damit indirekt auch der Gesellschaft optimieren lässt."

"Wir arbeiten seit über zehn Jahren mit dem Europäischen Patentamt zusammen. Gemeinsam haben wir Daten erhoben, die dem internationalen Patentsystem zugute kommen und die Patenttätigkeit messbar machen. All dies hat Eingang in das OECD-Handbuch der Patentstatistik gefunden", so Richard Boucher. "Es steht außer Frage, dass dieser gebündelte Erfahrungsschatz zu mehr Innovation und einem höheren, inklusiven Wirtschaftswachstum verhilft. Der Fortsetzung und Vertiefung unserer Zusammenarbeit sehen wir gespannt entgegen."

Das Abkommen mit der OECD wird die Tätigkeit des kürzlich eingesetzten Wirtschafts- und Wissenschaftsbeirats des EPA ergänzen, insbesondere durch die Bereitstellung umfassender einschlägiger Daten zur Unterfütterung der öffentlichen Diskussion.

Neben der fortgesetzten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Patent­statistik sieht das Abkommen auch die Konzeption gemeinsamer Arbeits­programme vor, die dem Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Organisationen dienen sollen, z. B. durch einen zeitlich befristeten Austausch von Mitarbeitern und deren Mitwirkung in thematischen Arbeitsgruppen. Experten beider Seiten werden sich außerdem in Gremien wie dem Wirtschafts- und Wissenschaftsbeirat des EPA oder in den OECD-Projekten "Knowledge Networks and Markets" und "New Sources of Growth" an Untersuchungen beteiligen, die die Bedeutung von Patenten für Innovation und Technologietransfer zum Gegenstand haben.

Kontakt

Oswald Schröder
Pressesprecher
Europäisches Patentamt
Tel: +49 (0) 2399-1800
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