Herausragende Erfinder aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und Australien mit dem European Inventor Award ausgezeichnet

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  • Das Europäische Patentamt ehrt bahnbrechende Erfindungen in den Bereichen Augenlaserchirurgie, Brennstoffzellentechnologie, Behandlung von Hepatitis B, Hörgeräte und Telekommunikation
  • EPA President Benoît Battistelli: "Die brillianten Erfindungen unserer diesjährigen Preisträger sind wirtschaftlich höchst wertvoll und haben tausende Arbeitsplätze geschaffen."


Kopenhagen, 14 Juni 2012 - Das Europäische Patentamt hat heute herausragende Erfinder für ihren Beitrag zum sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt mit dem European Inventor Award (EIA) geehrt - Europas wichtigstem Innovationspreis. Das Dänische Kronprinzenpaar und rund 350 Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie Patentfachleute kamen zur Preisverleihung im Royal Danish Playhouse in Kopenhagen.

Der  Europäische  Erfinderpreis  wird  in  den  fünf  Kategorien  „Industrie",  „Forschung",  „Kleine  und

mittelständische Unternehmen" („KMU"), „Außereuropäische Staaten" sowie „Lebenswerk" vergeben. Die fünf Gewinner des European Inventor Award 2012 kommen aus Deutschland (2), Frankreich, Dänemark und Australien. Ihre Erfindungen stammen aus den Bereichen Ophthalmologie, Brennstoffzellentechnologie, medizinische Forschung, Medizintechnik und Telekommunikation.

"Die brillianten Erfindungen unserer diesjährigen Preisträger sind wirtschaftlich höchst wertvoll, haben tausende Arbeitsplätze geschaffen und dazu beigetragen, das Leben der Menschen zu verbessern", so EPA President Benoît Battistelli. "Der EIA zollt diesen kreativen und unternehmerisch denkenden Erfindern Anerkennung für ihren großen Beitrag zum technologischen Fortschritt, der gesellschaftlichen Entwicklung und Wirtschaftswachstum."

Gewinner des European Inventor Award 2012

Preisträger in der Kategorie "Lebenswerk" ist Prof. Dr. Josef Bille von der Universität Heidelberg in Deutschland. Prof. Dr. Josef Bille meldete nahezu 100 Patente im Bereich der Augenlaserchirurgie an und gilt als „Vater" der heutigen Augen-Laserkorrekturen. Bei Augenlaser-Operationen kommt maßgeblich die von ihm entwickelte Wellenfront-Technologie zum Einsatz - eine Messtechnik, die sogenannte Aberrometer nutzt, um das menschliche Auge äußerst detailliert auf kleine Abbildungsfehler zu untersuchen.

In der Kategorie "Industrie" gewann das Team um Jan Tøpholm, Søren Westermann und Svend Vitting Andersen vom dänischen Hörgeräte-Hersteller Widex, die für die Entwicklung einer computergestützten Methode zur Herstellung von maßgeschneiderten, komfortablen Hörgeräten ausgezeichnet wurden. Der Großteil der weltweit hergestellten Hörgeräte basiert heute auf dieser Technologie.

In der Kategorie „Forschung" ging der Preis an Dr. Gilles Gosselin und Prof. Jean-Louis Imbach vom Centre National de la Recherche Scientique (CNRS) und Dr. Marti L. Bryant (Frankreich) für ihr Medikament zur Behandlung von Hepatitis B, einer besonders ansteckenden Krankheit mit mehr als 350 Millionen chronisch erkrankten Menschen weltweit.

Dr. Manfred Stefener, Gründer der Smart Fuel Cell AG (SFC), Oliver Freitag und Dr. Jens Müller (Deutschland) sind Preisträger der Kategorie "KMU" für die Erfindung der ersten tragbaren Brennstoffzelle, der so genannten Direct Methanol Fuel Cell oder DMFC. Anwendungsgebiete dieser umweltfreundlichen Brennstoffzellen reichen von Elektrofahrzeugen, Wohnmobilen, Yachten über anspruchsvolle netzferne Sicherheits- und Überwachungssysteme bis hin zu Anwendungen im Verteidigungsbereich.

Preisträger in der Kategorie „Außereuropäische Staaten" sind Dr. John O' Sullivan, Graham Daniels, Dr. Terence Percival, Diethelm Ostry und John Deane von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) in Australien, die drahtlose Netze so schnell und robust machten wie Kabellösungen, was letztendlich zum heutigen WLAN-Standard führte.

Über den Europäischen Erfinderpreis

Seit dem Jahr 2006 vergibt das Europäische Patentamt jährlich den Europäischen Erfinderpreis in Kooperation mit der Europäischen Kommission, dem Land, das die EU Ratspräsidentschaft inne hat - in diesem Jahr Dänemark - sowie diesjährig auch mit dem Dänischen Patent- und Markenamt. Der Preis zeichnet Erfinder aus, die mit ihren bahnbrechenden Arbeiten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit geben und so zu Fortschritt und Wohlstand beitragen. Das EPA berücksichtigt Erfinder jeder Nationalität aus allen Technologiebereichen mit mindestens einem gültigen europäischen Patent für ihre Erfindung. Nominierungen können von der Öffentlich­keit sowie von Patentexperten aus der ganzen Welt eingereicht werden. Aus mehreren hundert Vorschlägen wählt eine internationale Jury mit führenden Persönlichkeiten aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Medien drei Finalisten und schließlich einen Preisträger in jeder Kategorie aus. Beurteilungskriterien sind der gesellschaftliche Nutzen, der wirtschaftliche Erfolg gemessen an geschaffenen Arbeitsplätzen sowie die technologischen Auswirkungen der Erfindung.

Über das Europäische Patentamt

Das Europäische Patentamt (EPA) mit Sitz in München und Niederlassungen in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien ist mit fast 7.000 Mitarbeitern eine der größten europäischen Institutionen. Das EPA wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten Europas auf dem Gebiet des Erfindungsschutzes zu stärken. Über das zentralisierte Anmeldeverfahren vor dem EPA können Erfinder Patentschutz in allen 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation - einem Wirtschaftsraum mit etwa 600 Mio. Einwohnern - erlangen. Für die hohe Qualität seiner Patente wird das EPA weltweit geschätzt. Zudem ist es die international führende Behörde für Patentinformation und Patentrecherche. Im Jahr 2011 verzeichnete das EPA eine Rekordzahl von 244.000 Patentanmeldungen und erteilte 62.115 europäische Patente.

Für umfassende und detaillierte Informationen zu den Erfindungen und Erfindern (Texte, Fakten und Zahlen, Fotos, Filmmaterial) folgen Sie bitte www.epo-presschannel.com.

Weitere Informationen über den EIA, das EPA und seine Tätigkeiten finden Sie unter www.epo.org.

Pressekontakt

Oswald Schröder                                               Rainer Osterwalder
Sprecher                                                           Stellv. Sprecher
Tel:      +49 89 2399 1800                                 Tel:      +49 89 23 99 1820
Mobil:   +49 163 839 9668                                 Mobil:   +49 177 459 4228
Email:   oschroeder@epo.org                            Email:   rosterwalder@epo.org

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