Kyoto, Japan, 16. November 2012 - Die Leiter des Europäischen Patentamts (EPA), des japanischen Patentamts (JPO) sowie des Patent- und Markenamts der Vereinigten Staaten (USPTO) haben sich anlässlich ihrer 30. jährlichen Dreierkonferenz diese Woche in Kyoto für eine Weiterentwicklung der Patentsysteme auf der ganzen Welt durch verbesserte Arbeitsteilung ausgesprochen. Der Konferenz gingen ein Symposium zur Feier des Jubiläums sowie ein Treffen zwischen den Ämtern und Industrieverbänden aus den drei Regionen voraus.
EPA-Präsident Benoît Battistelli sagte mit Blick auf die Ergebnisse von drei Jahrzehnten Zusammenarbeit: "Die großen Anstrengungen, die wir zusammen unternommen haben, um den gemeinsamen Erwerb und Austausch von Daten weltweit voranzubringen, haben den Aufbau unserer heutigen Recherchen- und Prüfungssysteme entscheidend geprägt. Begonnen haben wir damit, veröffentlichte Patente aus ganz Europa, den USA und Japan einzuscannen, dann haben wir Zusammenfassungen für die First-Page-Datenbank erfasst und übersetzt, jetzt tauschen wir angeführte Dokumente aus sämtlichen Verfahrensstadien aus und machen sie recherchierbar. Unser nächstes Projekt wird die globale Akte sein, die wir gemeinsam mit unseren Nutzern entwickeln wollen."
"Vom BACON-Projekt zur Konvertierung des Altbestands - einem Eckpfeiler der IT-Vorhaben 1988 - bis hin zum sogenannten Patent Prosecution Highway und dem futuristischen Konzept der globalen Akte waren die trilateralen Ämter stets Vorreiter bei der internationalen Zusammenarbeit und haben die Grundlagen für die weltweite Arbeitsteilung geschaffen", so der Handelsstaatssekretär für geistiges Eigentum und Leiter des USPTO, David Kappos. "Dank dieser Anstrengungen zur Arbeitsteilung konnten die Ressourcen der weltweit führenden Patentbehörden dazu genutzt werden, die Qualität der Prüfungsprozesse zu verbessern und die Bearbeitungsdauer für Patentanmeldungen zu verkürzen."
"Diese Ergebnisse fanden nicht nur in den trilateralen Ämtern Beifall, sondern auch in anderen Behörden für geistiges Eigentum auf der ganzen Welt. Alles läuft auf eine Verbesserung der weltweiten Patentsysteme hinaus", sagte Hiroyuki Fukano, Commissioner des JPO. "Unsere Aufgabe besteht nun darin, einen geeigneten Rahmen zu schaffen, in dem Anmelder überall auf der Welt auf unkomplizierte Weise Patentschutz erlangen können. Um den Aufbau eines wirklich globalen Patentsystems in einer globalen Ära zu ermöglichen, wollen wir bei der Entwicklung solcher Systeme die Führungsrolle übernehmen."
Zu den jüngsten Erfolgen der dreiseitigen Zusammenarbeit zählen:
Die trilateralen Ämter bearbeiten den Großteil aller weltweit eingereichten Patentanmeldungen, einschließlich der internationalen Anmeldungen nach dem PCT. Seit 1983 arbeiten sie gemeinsam daran, neue Datenbanken und IT-Systeme zu erstellen, und pflegen eine intensive Kooperation in verschiedenen Projekten zur Lösung gemeinsamer Aufgaben. Heute richten sich die Anstrengungen der Ämter darauf, unnötige Doppelarbeit zu vermeiden, die Effizienz und Qualität der Patentprüfung zu verbessern und die reibungslose und unkomplizierte Erteilung von rechtsbeständigen Patenten weltweit sicherzustellen.
Weitere Informationen finden sich auf der Website der trilateralen Ämter unter www.trilateral.net sowie auf der Website des EPA (www.epo.org), des USPTO (www.uspto.gov) und des JPO (www.jpo.go.jp).
Die 31. jährliche Dreierkonferenz wird im Herbst 2013 vom USPTO ausgerichtet.
Kontakt
Oswald Schröder
Sprecher
Europäisches Patentamt
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