40 Jahre Europäisches Patentübereinkommen: Wegbereiter für ein Europa der Innovationen und Technologieführerschaft

  • Europäisches Patentübereinkommen am 5. Oktober 1973 in München unterzeichnet
  • Zahl der Patentanmeldungen seither enorm gestiegen
  • Von 7 Gründerstaaten auf 38 Mitgliedstaaten angewachsen
  • Einheitliches Patenterteilungsverfahren für eine Region mit 600 Mio. Einwohnern
  • Europa setzt weltweit Maßstab für Qualitätspatente, Verfahrensstandards und Informationsdienste
  • EPA-Präsident Benoît Battistelli: "Die hohe Qualität des Patentsystems nach dem EPÜ hat sich auf die Förderung von Innovation in Europa vorteilhaft ausgewirkt"
  • EU-Ratspräsident Van Rompuy: „EU-Einheitspatent eröffnet Unternehmern neue Horizonte"

München, 17. Oktober 2013. Vor 40 Jahren, am 5. Oktober 1973, wurde in München das Europäische Patentübereinkommen (EPÜ) unterzeichnet. Damit war erstmals in Europa ein einheitlicher rechtlicher Rahmen für die staatenübergreifende Erteilung von Patenten geschaffen. Die historische Bedeutung des Übereinkommens ist heute in München in einer Feierstunde gewürdigt worden, unter anderem vom Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy.

Leitgedanke des Übereinkommens ist die Vision einer Gruppe überzeugter Europäer, nach den Schrecknissen des Kriegs mit der Schaffung eines staatenübergreifenden Patentsystems die europäische Wirtschaft nachhaltig zu stärken und über engere Bande zwischen den Staaten den Aufbau eines friedlichen und wirtschaftlich prosperierenden Europas zu fördern. Es greift damit die Grundgedanken der Gründerväter der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft für den Patentschutz auf.

"Nach 40 Jahren ist offenkundig, dass das EPÜ, das die Gründung des Europäischen Patentamts (EPA) ermöglicht hat,  nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch aus europäischer wie politischer Perspektive einem großen Erfolg den Weg geebnet hat", sagte EPA Präsident Benoît Battistelli. "Die qualitativ hochwertigen Arbeitsprodukte und Dienstleistungen des EPA genießen weit über Europa hinaus Anerkennung. In all diesen Jahren hat das EPA bei der Förderung von Innovation eine aktive Rolle gespielt und Europa im globalen Dialog mit den führenden Technologieregionen eine gewichtige Stimme gegeben", fügte er hinzu.

Das europäische Patentsystem wird mit den jüngst von der EU beschlossenen Projekten zur Einführung des Einheitspatents und Errichtung eines einheitlichen europäischen Patentgerichts weiter gestärkt: "Das Einheitspatent bedeutet das Ende einer 40 Jahre dauernden Odyssee und eröffnet europäischen Unternehmern neue Horizonte", erklärte der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy.

Die 1977 von sieben Gründungsstaaten errichtete Europäische Patentorganisation ist mittlerweile auf 38 Mitgliedstaten angewachsen, inklusive aller 28 Mitgliedstaaten der EU. Sie bietet heute zentralisierten Zugang zu einem Markt von 600 Millionen Einwohner und hat damit einen gemeinsamen Rahmen für Staaten geschaffen, die hinsichtlich Größe, wirtschaftlicher Bedeutung und Industrialisierungsgrad sehr verschieden sind.

Mit einer Zunahme von 4000 auf nahezu 260 000 Einreichungen pro Jahr hat sich das Wachstum der europäischen Patentanmeldungen seit 1977 geradezu sprunghaft entwickelt. Die meisten vom EPA geschaffenen Hilfsmittel und Dienste, wie beispielsweise die Suchmaschine für Patentrecherchen zum Stand der Technik, sein maschineller Übersetzungsdienst für Patente und ein Klassifikationssystem für technische Dokumente, haben sich als Weltstandards etabliert und gelangen nun in einer Vielzahl von Patentämtern rund um die Welt zum Einsatz. Die internationale Anerkennung, die dem europäischen Patentsystem aufgrund der besonderen Kompetenz des EPA zuteil wird, stärkt nachhaltig die Stellung Europas in der Zusammenarbeit mit den anderen großen Technologieregionen Asiens und der USA.

Weitere Informationen über die Veranstaltung zum 40 Jahr-Jubiläum

Bilder der Veranstaltung stehen auf www.epo-presschannel.com zum Download bereit

Pressekontakte:

Europäisches Patentamt
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