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EPA_KF_Wien_2012

Im EPA begegnen sich zeitgenössische Kunst und Wissenschaft, Innovation und Technologie im span- nungsreichen Dialog. Die Präsentation von Gegen- wartskunst in den verschiedenen Dienstgebäuden des EPA hat dabei nie aus den Augen verloren, dass sie ihren Ursprung in der Verbindung von zeitgenössischer Kunst und Arbeitswelt hat und dabei eine wichtige soziale Funktion für die Mitarbeiter erfüllt. Mit der Neupräsentation der Sammlungsbestände in der Dienststelle Wien erfolgte 2011 erstmals eine Schwerpunktsetzung auf konzeptueller Fotografie. Die räumlichen Voraussetzungen des Dienstgebäudes am Rennweg sind dabei konservatorisch ideal, um wech- selnd Positionen zeitgenössischer Fotografie zu zeigen und damit einen inhaltlichen wie formalen Bogen zur Dienststelle Den Haag zu schlagen, in der ebenfalls ein substanzieller Bestand an Fotografie aus der Samm- lung des EPA zu sehen ist. Die größte Herausforderung in Wien bestand darin, die enge Raumsituation des Treppenhauses so zu nutzen, dass kommunikative Blickverbindungen über die ver- schiedenen Treppenabsätze möglich wurden und auf diese Weise eine eigene Narration über die verschie- denen Stockwerke entstand, die die unterschiedlichen Geschoßhöhen eindrucksvoll verbindet. Die großen Panoramaformate des finnischen Dokumentarfoto- grafen Jakko Heikkilä öffnen dabei den Blick für weite skandinavische Landschaften, während Ger Dekkers’ imposante Luftansichten aus dem Flugzeug die atem- beraubende Schönheit und Tiefe der Nordsee vor der niederländischen Küste vermitteln. In jedem Fall gilt: Die Kunst, die hier so beiläufig in die Arbeitsumgebung integriert ist, soll anlocken, neugierig machen, überraschen, Wahrnehmungen hinterfragen und Sehgewohnheiten infrage stellen. Sie birgt Inhalte in sich, die man kennen muss, um die Werke zu verstehen. Aber natürlich ist diese Kunst auch ästhetisch, spielt mit dem Reiz des vordergründig Schönen, setzt auf wiedererkennbare Landschaftskom- positionen als visuelle Lockmittel. Erst auf den zweiten Blick gibt es vielleicht ein Innehalten, ein Nachdenken oder gar Irritation – wie etwa bei der auf semantische Verwechslung setzenden Dokumentarserie von Jordi Bernadó, die sich in der Cafeteria befindet. Das EPA, dessen Mission es ist, Innovation, Wettbe- werbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum in Europa mittels qualifizierter Patenterteilung zu fördern, sammelt Kunst, und zwar aktuelle, weil sie gerade cha- rakteristische Voraussetzungen von Innovation in sich birgt und auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringt. Immer wieder spannend bleibt dabei, wie sich Kunst am Arbeitsplatz im Einzelfall behauptet. Die vorliegen- de Broschüre möchte exemplarisch anhand von vier künstlerischen Positionen am Standort Wien einladen, Kunst aus der Sammlung des EPA zu entdecken und verstehen zu lernen. Kristine Schönert Aktuelle Kunst im Europäischen Patentamt Wien 5 > D

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