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EPO_Portrait of an examiner

"Eigentlich haben wir einen neuen Job ge- lernt", sagt Katerina Theodoridou, die den Wandel der Institution in diversen Arbeits- gruppen und als Mitglied eines Support-Teams auch aktiv begleitet hat. "Ebenso wie sich Weltwirtschaft und Technologien verändern, müssen wir uns auch verändern", sagt sie, und empfindet die permanente Bewegung in Wirt- schaft und Patentrecht in keinster Weise als Belastung: "Wandel ist eine Herausforderung, der man sich stellen muss. Man kann nicht einfach stehen bleiben." Im eng geschnittenen Hosenanzug und mit dem Aktentenordner unter dem Arm geht Katerina Theodoridou in schnellen und energi- schen Schritten durch die Gänge. Ohne Proble- me könnte sie als Managerin eines internatio- nalen Konzerns durchgehen. "Wir wollen vor allem ein gutes Produkt machen." Katerina Theodoridou trifft sich mit ihren Kollegen aus dem Prüfungsteam, um sich vor dem Treffen mit den Patentanwälten eines Konzerns noch einmal abzustimmen. Sie müssen mit einer Stimme sprechen. Der Anmelder hat aber die Möglichkeit, die Ablehnung anzufechten; manchmal kommt auch Einspruch von dritter Seite, der dann in sogenannten Opposition Meetings gelöst werden muss. Katerina Theo- doridou sieht sich nicht als einfache Bürokra- tin, die bei der geringsten Gelegenheit den roten Nein-Stempel auspackt, sondern als Part- nerin der Anmelder. "In vielen Fällen kann ein Patent nicht wie beantragt erteilt werden", sagt sie, "wir tun aber alles, damit der Kunde am Ende ein hochwertiges Patent besitzt. Auch wenn es vielleicht ein wenig anders struktu- riert ist als die ursprüngliche Anmeldung". In mehr als 20 Jahren hat es Katerina Theodori- dou jedenfalls noch nicht erlebt, dass ein wü- tender Erfinder in ihr Büro stürmt oder dass Patentanwälte eines großen Konzerns die großen Geschütze auspacken. "Es ist ein sehr professioneller Umgang", meint sie ruhig, "wir haben alle das gleiche Ziel. Am Ende soll ein Patent stehen. Das ist auch gut für die Gesell- schaft. Denn darauf baut dann die nächste Erfindung auf." » In der Recherchenphase fand ich einmal kein einziges ver- wandtes oder vorausgehendes Dokument. Da wusste ich, das ist entweder Blödsinn oder etwas ganz Großes. » I was unable to find a single earlier or related document during the search phase. I real- ised it was either nonsense or something really big. » Mes recherches ne m’avaient pas permis de trouver le moindre document antérieur ou apparenté. Je me suis dit : de deux choses l’une, soit c’est n’importe quoi, soit c’est quelque chose d’énorme. » Noch ist es viel Papier: In gelben und blauen Mappen werden alle relevanten Informationen und Dokumente zu einer Anmeldung gesammelt. Paperwork in progress: all the relevant documents and informa- tion for an application are filed in blue and yellow folders. Le papier n'a pas encore disparu : les informations et documents qui présentent un intérêt pour une demande de brevet sont rassemblés dans des dossiers jaunes et bleus. 4Europäisches Patentamt European Patent Office Office européen des brevets