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Die nachstehende Tabelle informiert über
a) den Erlass nationaler Vorschriften zur Frage des Doppelschutzes nach Artikel 139 (3) EPÜ;
b) den räumlichen Anwendungsbereich des EPÜ gemäß Artikel 168 (1) EPÜ.
a) Doppelschutz
Nach Artikel 139 (3) EPÜ kann jeder Vertragsstaat vorschreiben, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Erfindung, die sowohl in einer europäischen Patentanmeldung oder einem europäischen Patent als auch in einer nationalen Patentanmeldung oder einem nationalen Patent mit gleichem Anmeldetag oder, wenn eine Priorität in Anspruch genommen worden ist, mit gleichem Prioritätstag offenbart ist, gleichzeitig durch europäische und nationale Anmeldungen oder Patente geschützt werden kann.
Welche Vorschriften zu Artikel 139 (3) EPÜ im Einzelnen erlassen wurden, geht aus Spalte 1 dieser Tabelle hervor.
b) Räumlicher Anwendungsbereich
Nach Artikel 168 (1) EPÜ kann jeder Vertragsstaat in seiner Ratifikations- oder Beitrittsurkunde oder zu jedem späteren Zeitpunkt durch eine Notifikation an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland erklären, dass das Übereinkommen auf alle oder einzelne Hoheitsgebiete anzuwenden ist, für deren auswärtige Beziehungen er verantwortlich ist. Die für den betreffenden Vertragsstaat erteilten europäischen Patente haben auch in den Hoheitsgebieten Wirkung, für die eine solche Erklärung wirksam ist.
Die derzeitige Situation hinsichtlich des räumlichen Anwendungsbereichs in den einzelnen Vertragsstaaten ergibt sich aus Spalte 2 der Tabelle.
c) Vorbehalte
Die in früheren Auflagen enthaltenen Angaben zu Vorbehalten der Vertragsstaaten sind nicht mehr enthalten, da das Europäische Patentübereinkommen in der Fassung der Revisionsakte vom 29.11.2000, die am 13.12.2007 in Kraft getreten ist, keine Vorbehalte mehr zulässt.
Wichtiger Hinweis
Nach Artikel 167 (5) EPÜ 1973 gelten die Vorbehalte für europäische Patente, die auf europäische Patentanmeldungen erteilt worden sind, die während der Wirksamkeit des Vorbehalts eingereicht worden sind, für die gesamte Lebensdauer dieser Patente. Sie betreffen daher nur europäische Patentanmeldungen und Patente mit einem Anmeldetag vor dem 8. Oktober 1987 bei Benennung Österreichs und mit einem Anmeldetag vor dem 8. Oktober 1992 bei Benennung von Griechenland und/oder Spanien (vgl. ABI. EPA 1992, 301).
d) Den Gerichten gleichgestellte Behörden nach Artikel 1 (2) Anerkennungsprotokoll
Folgende Vertragsstaaten haben dem EPA Behörden mitgeteilt, denen eine Zuständigkeit für Klagen nach Artikel 1 (2) Anerkennungsprotokoll zugewiesen worden ist:
Österreich: Österreichisches Patentamt (Österreichisches Patentblatt 1993,154);
Slowakei: Krajský súd v Bratislave/Bezirksgericht in Bratislava, Krajský súd v Banskej Bystrici/Bezirksgericht in Banská Bystrica, Krajský súd v Košiciach/Bezirksgericht in Košice;
Vereinigtes Königreich: The Comptroller General of Patents, Designs and Trade Marks (Artikel 12 und 82 Patentgesetz 1977).