Die maximale Lebensdauer eines europäischen Patents beträgt zwanzig Jahre ab dem Anmeldetag. Es kann auch eher erlöschen, etwa wenn die Jahresgebühren nicht gezahlt werden, der Patentinhaber sein Patent zurücknimmt oder dieses nach einem Einspruchsverfahren für nichtig erklärt wird. In bestimmten Fällen (Patente auf Arznei- oder Pflanzenschutzmittel) besteht die Möglichkeit, die Schutzdauer zu verlängern.
Artikel 63 EPÜ - Laufzeit des europäischen Patents
Ja. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:
Wir empfehlen, das offizielle EPA-Formblatt für den Einspruch (EPA 2300) zu verwenden, das beim EPA und bei den Zentralbehörden für den gewerblichen Rechtsschutz der Vertragsstaaten kostenlos erhältlich ist. Der Einspruch gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr von 745 EUR entrichtet worden ist.
Mehr Informationen zum Einspruchsverfahren finden Sie im Leitfaden für Anmelder, Teil 1, unter Nummer 178 ff.
Einspruch
Beschwerde
Formblätter
Artikel 100 EPÜ - Einspruchsgründe
Leitfaden für Anmelder, Teil 1
Anträge auf Erteilung eines europäischen Patents sind auf dem dafür vorgesehenen Formblatt des Europäischen Patentamts (EPA 1001) einzureichen. Wenn der Anmelder nicht der (einzige) Erfinder ist, muss dem Antrag das Formblatt für die Erfindernennung (EPA 1002) beigefügt werden. Darüber hinaus kann eine Vollmacht (Formblatt EPA 1003) erforderlich sein (s. unter "Vertretung").
Eine europäische Patentanmeldung muss Folgendes enthalten:
Vertretung
Wenn Sie weder Wohnsitz noch Sitz in einem EPÜ-Vertragsstaat haben, müssen Sie sich in allen Verfahren durch einen zugelassenen Vertreter vertreten und alle Handlungen mit Ausnahme der Einreichung der europäischen Patentanmeldung durch ihn vornehmen lassen. Kontaktdaten können Sie im Verzeichnis der beim EPA zugelassenen Vertreter finden.
Kosten einer europäischen Patentanmeldung
Folgende Gebühren sind bei der Einreichung einer europäischen Patentanmeldung zu entrichten:
Diese Gebühren sind innerhalb eines Monats nach Einreichung der europäischen Patentanmeldung zu entrichten.
Wenn Sie die Anmeldung nach Erhalt des europäischen Recherchenberichts weiterverfolgen möchten, werden weitere Gebühren fällig.
Annahmestellen
Unsere Annahmestellen befinden sich in München, Berlin und Den Haag. Sie können Ihre Patentanmeldung aber auch per Fax oder online einreichen.
Die Postanschriften und Faxnummern finden Sie unter "Kontakt".
Weitere Informationen zur Einreichung einer europäischen Patentanmeldung und zum europäischen Patenterteilungsverfahren sind dem Leitfaden für Anmelder, Teil 1, "Der Weg zum europäischen Patent", sowie den entsprechenden EPA-Formblättern und dem aktuellen Gebührenverzeichnis zu entnehmen.
Formblätter
Verzeichnis der beim EPA zugelassenen Vertreter
Leitfaden für Anmelder, Teil 1
Online-Einreichung
Gebühren
Die Dauer des europäischen Patenterteilungsverfahrens beträgt etwa drei bis fünf Jahre ab dem Anmeldetag. Das Verfahren besteht aus zwei Hauptabschnitten. Der erste umfasst die Formalprüfung sowie die Erstellung des Recherchenberichts und der vorläufigen Stellungnahme dazu, ob die beanspruchte Erfindung und die Anmeldung den Erfordernissen des EPÜ genügen. Der zweite Abschnitt umfasst die Sachprüfung.
Neben dem europäischen Patenterteilungsverfahren bestehen auch die nationalen Patenterteilungsverfahren unverändert fort. Der Anmelder hat also die Wahl, ob er zur Erlangung von Patentschutz in einem oder mehreren Vertragsstaaten des EPÜ den Weg des nationalen Verfahrens in jedem dieser Staaten einschlägt oder ob er den europäischen Weg wählt, der ihm mit einem einzigen Verfahren Schutz in allen Vertragsstaaten verschafft, die er benennt.
Wer eine Erfindung nur in einem bestimmten Land schützen lassen will, muss sich an das nationale Patentamt dieses Landes wenden.
Strebt der Anmelder ein europäisches Patent an, so hat er die Wahl zwischen dem direkten europäischen Weg und dem Euro-PCT-Weg. Beim direkten europäischen Weg gelten für das gesamte Verfahren ausschließlich die Bestimmungen des EPÜ. Beim Euro-PCT-Weg gelten für die erste Phase des Erteilungsverfahrens (die internationale Phase) die Bestimmungen des PCT (Vertrag über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens) und für die regionale Phase vor dem EPA als Bestimmungsamt oder ausgewähltem Amt hauptsächlich die des EPÜ.
Mehr Informationen dazu finden Sie im Leitfaden für Anmelder, Teil 1 und Teil 2 (Euro-PCT).
Patentämter der Mitgliedstaaten
Leitfaden für Anmelder, Teil 1
Leitfaden für Anmelder, Teil 2
Wenn Sie Ihre Erfindung nur in einem bestimmten Land schützen lassen wollen, sollten Sie sich an das nationale Patentamt dieses Landes wenden:
Patentämter der Mitgliedstaaten
Patentämter außerhalb der Europäischen Patentorganisation
Zur Einleitung der europäischen Phase müssen Sie vor Ablauf des 31. Monats nach dem Anmeldetag oder, wenn eine Priorität in Anspruch genommen wurde, nach dem frühesten Prioritätstag bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Mehr Informationen dazu finden Sie im Leitfaden für Anmelder, Teil 2 (Euro-PCT), unter Nummer 447 ff.
Leitfaden für Anmelder, Teil 2Ja. Wenn Sie oder Ihr Rechtsvorgänger in einem oder mit Wirkung für einen Vertragsstaat der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (März 2012: 174 Staaten) oder für ein Mitglied der Welthandelsorganisation (Juni 2012: 155 Mitglieder) eine Anmeldung für ein Patent, ein Gebrauchsmuster oder ein Gebrauchszertifikat eingereicht haben, können Sie für die Anmeldung derselben Erfindung zum europäischen Patent eine Priorität beanspruchen. Diese Möglichkeit besteht nur während einer Frist von zwölf Monaten nach der Einreichung der ersten Anmeldung.
Ist die frühere Anmeldung in einem oder mit Wirkung für einen EPÜ-Vertragsstaat eingereicht worden, so kann dieser Vertragsstaat auch in der europäischen Anmeldung benannt werden. Die frühere Patentanmeldung, deren Priorität in Anspruch genommen wird, kann auch eine europäische oder internationale (PCT-)Anmeldung sein.
Mehr Informationen dazu finden Sie im Leitfaden für Anmelder, Teil 1, unter Nummer 52 ff.
Leitfaden für Anmelder, Teil 1
Wenn Sie Wohnsitz oder Sitz in einem EPÜ-Vertragsstaat haben, müssen Sie sich nicht durch einen zugelassenen Vertreter (europäischen Patentvertreter) vertreten lassen. Wenn nicht, können Sie zwar eine europäische Patentanmeldung selbst einreichen, müssen sich aber danach durch einen zugelassenen Vertreter vertreten und alle Handlungen durch ihn vornehmen lassen. Dies gilt nicht für Gebührenzahlungen, die von jedermann vorgenommen werden können.
Patenterteilungsverfahren sind hoch komplex. Wenn Sie also nicht über die nötige Erfahrung verfügen, empfiehlt es sich, einen beim Europäischen Patentamt zugelassenen Vertreter zu beauftragen.
Die Vertretung kann auch von jedem Rechtsanwalt, der in einem Vertragsstaat zugelassen ist und seinen Geschäftssitz in diesem Staat hat, wahrgenommen werden, sofern er in diesem Staat die Vertretung auf dem Gebiet des Patentwesens ausüben darf.
Mehr Informationen dazu finden Sie im Leitfaden für Anmelder, Teil 1, unter Nummer 58 ff.
Verzeichnis der beim EPA zugelassenen Vertreter
Leitfaden für Anmelder, Teil 1