Phillip King

Phillip King - Cross Bend, 1978 Cross Bend, 1978
Stahl
ca. 1350 x 650 x 950 cm
München, Bob-van-Benthem-Platz 1


Cross-Bend (1978/79) windet sich vom Boden auf das Dach des Zwischengeschosses des EPA-Dienstgebäudes. Durch Lücken zwischen den gebogenen und gewundenen Quadern entstehen Hohlräume, die Leichtigkeit und Beweglichkeit suggerieren. Die Skulptur setzt einen bewussten Gegenpol zur orthogonalen Formensprache der Architektur von Gerkan, Marg und Partner. Phillip King (*1934 Tūnis, TN) abstrahiert organische und amorphe Strukturen und übersetzt diese in Stahl. Spannung entsteht durch den Wechsel zwischen Materialität und Immaterialität. Damit bezieht sich King auf den Bildhauer Henry Moore (*1898 Castleford, GB, †1986 Much Hadham, GB), der diese Konfrontation in seinen abstrahierenden Frauenfiguren entwickelt hat. Für King steht aber daneben der Gegensatz zwischen Naturvorbild und Stofflichkeit im Vordergrund. Inspiriert von Anthony Caro (*1924 New Malden, GB, †2013 London, GB) übersetzt King polymorphe Formen in ein Industriematerial, und verleiht dem Stahl optisch Eigenschaften, die seiner Natur entgegenstehen. Er setzt den Weg der europäischen Avantgarde in der Bildhauerei der Nachkriegszeit fort. Seine Arbeiten basieren auf der Neuinterpretation des Naturvorbildes und reihen sich in die lange Tradition der Abstraktion ein.

Phillip King - Cross Bend, 1978 Cross Bend, 1978
Stahl
ca. 1350 x 650 x 950 cm

Detailansicht




Phillip King - Cross Bend, 1978Cross Bend, 1978
Stahl
ca. 1350 x 650 x 950 cm

Detailansicht




Phillip King - Cross Bend, 1978Cross Bend, 1978
Stahl
ca. 1350 x 650 x 950 cm



Abbildungen: (c) VG Bild-Kunst, Bonn

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