Chihiro Shimotani

Chihiro Shimotani - Laterne I+II, 2004Laterne I + II, 2004
Granit, horizontale und vertikale Anordnung, Leuchten
140 x 140 x 90 cm, 90 x 140 x 140 cm
München, Bayerstrasse 115

Die Existenz des denkenden Menschen im Universum: kein geringeres Thema hat sich Chihiro Shimotani (*1934 Sakurai, JP) als Grundlage für seine Konzeptkunst gelegt. Der in Japan geborene Künstler ist durch zahlreiche Arbeitsaufenthalte in Deutschland und Europa ein Kenner der unterschiedlichen Kulturen. Er sucht nach Wegen, philosophische Erkenntnisse, die sich mit seinem Grundthema auseinandersetzen, zu visualisieren. Er sucht nach Wegen, philosophische Erkenntnisse, zu visualisieren. Immer in Anpassung an die Aussage wählt er das Material; Fragen über die Vergänglichkeit sucht er mit der Verdunstung des Wassers auszudrücken, Fragen der Existenz des Menschen mit Erde, auf die er Schrift druckt. Das ist die Konstante, die für Shimotani Basis für die Vermittlung von Erkenntnis über die eigene Existenz ist: die Schrift. Doch die Laternen (2004) entbehren beides: Shimotani verzichtet auf die Anbringung von Schrift und bringt den Stein in eine Form, die seiner natürlichen Beschaffenheit entgegensteht. Wie leichte gewellte Blätter scheinen die einzelnen Elemente übereinander zu schweben und sich kaum zu berühren. Unterstrichen wird die Fragilität der Skulpturen durch die Beleuchtung, die die Zwischenräume betont. Shimotani bezieht sich hier direkt auf ein im Vorfeld realisiertes Kunstwerk aus Papier, das eine sehr ähnliche optische Erscheinungsform hat. In „Keiner soll schlafen, (Turandot)“ (2003) bezieht sich der Künstler auf die berühmte Arie Nessun dorma, die Prinz Kalaf in der Oper Turandot von Giacomo Puccini singt. Durch die Umsetzung der gleichen Gestaltungsidee in einem anderen Material verleiht er der Skulptur Beständigkeit und Dauer, und nimmt ihr gleichzeitig dennoch nichts von ihrer Fragilität und Leichtigkeit.

Chihiro Shimotani - Laterne I+II, 2004Laterne I+II, 2004
Granit, horizontale und vertikale Anordnung, Leuchten
140 x 140 x 90 cm, 90 x 140 x 140 cm



Chihiro Shimotani - Laterne I+II, 2004Laterne I+II, 2004
Granit, horizontale und vertikale Anordnung, Leuchten
140 x 140 x 90 cm, 90 x 140 x 140 cm



Chihiro Shimotani - Laterne I+II, 2004Laterne I+II, 2004
Granit, horizontale und vertikale Anordnung, Leuchten
140 x 140 x 90 cm, 90 x 140 x 140 cm



Chihiro Shimotani - Laterne I+II, 2004Laterne I+II, 2004
Granit, horizontale und vertikale Anordnung, Leuchten
140 x 140 x 90 cm, 90 x 140 x 140 cm



Abbildungen: (c) Chihiro Shimotani

Quick Navigation