Einlegung der Beschwerde 
5.7.001
Mit der Beschwerde anfechtbar sind die Entscheidungen der Eingangsstelle, der Prüfungsabteilungen, der Einspruchsabteilungen und der Rechtsabteilung. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. Sie hindert dadurch den Eintritt der formellen Rechtskraft und bewirkt außerdem, dass die Entscheidung in ihrer Wirksamkeit gehemmt wird. 
5.7.002
Die Beschwerde ist innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der angefochtenen Entscheidung in Schriftform einzulegen. Sie gilt erst als eingelegt, wenn die Beschwerdegebühr entrichtet worden ist. Innerhalb von vier Monaten nach Zustellung der Entscheidung ist die Beschwerde schriftlich zu begründen. Die vorstehend genannten Fristen können nicht verlängert werden. Die Weiterbehandlung nach Artikel 121 ist nicht möglich.
5.7.003
Für Beschwerden, die von natürlichen Personen und kleinen und mittleren Unternehmen, Organisationen ohne Gewinnerzielungsabsicht, Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen, eingelegt werden, gilt seit 1. April 2018 eine ermäßigte Beschwerdegebühr. 
5.7.004
Die Beschwerde und ihre Begründung können elektronisch mit der Software für die Online-Einreichung des EPA oder dem Case-Management-System des EPA (CMS), nicht jedoch mit dem Dienst für die Web-Einreichung eingereicht werden. Die Einreichung per Post, durch unmittelbare Übergabe oder per Fax ist ebenfalls möglich. Ein Bestätigungsschreiben wird von der Geschäftsstelle der Beschwerdekammern in der Regel nur dann angefordert, wenn die Qualität des eingereichten Schriftstücks unzureichend ist. Gültige elektronische Signaturen sind Unterschriften, die mittels einer Faksimile-Signatur, alphanumerischer Signatur oder unter Verwendung einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur erfolgen (vgl. 4.4.003).
5.7.005
Die Beschwerdeschrift muss enthalten: 
a) 
den Namen und die Anschrift des Beschwerdeführers 
b) 
die Angabe der angefochtenen Entscheidung 
c) 
einen Antrag, in dem der Beschwerdegegenstand festgelegt wird.  
5.7.006
In der Beschwerdebegründung sollte der Beschwerdeführer darlegen, aus welchen Gründen die angefochtene Entscheidung aufzuheben oder in welchem Umfang sie abzuändern ist. Des Weiteren sollte er die Tatsachen und Beweismittel einreichen, auf die er seine Beschwerde stützt. Alle Argumente sollten schriftlich dargelegt und nicht erst bei einer etwaigen mündlichen Verhandlung vorgetragen werden. 
Die Geschäftsstelle der Beschwerdekammern vergibt für jedes Verfahren ein gesondertes Beschwerdeaktenzeichen. Dieses ist während der gesamten Dauer des Beschwerdeverfahrens zu verwenden. 

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