Zusammenarbeit mit europäischen Akteuren
Europa befindet sich in einem entscheidenden Moment bei der Gestaltung seiner globalen Wettbewerbsfähigkeit. Aktuelle hochrangige Berichte von Mario Draghi, Enrico Letta und Manuel Heitor unterstreichen die zentrale Rolle von Innovation und Forschung bei der Sicherung der strategischen Autonomie und technologischen Souveränität Europas. Wichtige politische Rahmenwerke wie der europäische Grüne Deal und der Wettbewerbsfähigkeits-Kompass unterstreichen ebenfalls die Notwendigkeit strategischer Investitionen in Forschung und Entwicklung im Hinblick auf die Neustrukturierung einer starken industriellen Basis.
Das Europäische Patentamt trägt durch seine Beobachtungsstelle für Patente und Technologie aktiv zu dieser Agenda bei, indem es faktengestützte Erkenntnisse liefert und mit wichtigen öffentlichen Institutionen in ganz Europa zusammenarbeitet. Das EPA ist ständig in Brüssel vertreten und steht in engem Dialog mit den Institutionen der Europäischen Union (EU) und einem breiten Netzwerk europäischer und internationaler Interessengruppen.
Über seine Dienststelle in Brüssel arbeitet das EPA mit verschiedenen Institutionen in ganz Europa zusammen. Hier eine Auswahl:
- Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission
Das EPA arbeitet seit Langem mit der Europäischen Kommission und ihren verschiedenen Generaldirektionen (GD) zusammen. So hat es im Zusammenhang der Einführung des europäischen Einheitspatentsystems insbesondere mit der GD Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GD Wachstum) enge Arbeitsbeziehungen aufgebaut.
Angesichts der Bedeutung von Innovation, Deep-Tech-Start-ups und Forschungsuniversitäten hat das EPA außerdem seine intensive Zusammenarbeit mit der GD Forschung und Innovation (GD FTE) der Kommission durch eine im September 2024 unterzeichnete Zusammenarbeitsvereinbarung formalisiert.
- Zusammenarbeit mit dem EIC
Das EPA und die EISMEA (Europäische Exekutivagentur für den Innovationsrat und für KMU) arbeiten zusammen, um Innovation zu stärken. Die Beobachtungsstelle und die Programm-Manager des Europäischen Innovationsrats (EIC) nehmen an gemeinsamen Veranstaltungen wie dem EIC-Gipfel teil und fördern die Nutzung von Informationen und Erkenntnissen des EPA. Der EIC bewirbt auch die Studien, Veranstaltungen und Tools der Beobachtungsstelle, wie den Deep Tech Finder, bei seinen EIC-Stipendiaten.
Unterstützung bei der Bewertung von Vorschlägen mit IP-Expertise
Im Rahmen der engen Zusammenarbeit mit dem EIC unterstützen EPA-Patentprüferinnen und -prüfer die EIC-Jurymitglieder bei der Bewertung von über 200 Projekten für die Finanzierung und Patentierbarkeitsanalyse und verbessern so deren Erfolgschancen. Diese Partnerschaft verbindet Expertise im Bereich geistiges Eigentum mit EIC-Finanzierung. Sie hilft europäischen Startups, Patente zu sichern und Innovationen auf den Markt zu bringen, und stärkt so die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas.
- Zusammenarbeit mit dem EIT
Das EPA und das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) haben ihre Zusammenarbeit 2022 mit einem Memorandum of Understanding formalisiert, das auf der seit 2018 bestehenden Zusammenarbeit aufbaut. Das EIT fördert Innovation durch seine Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KICs), die Unternehmen, Startups, KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen miteinander vernetzen.
Das EPA und das EIT arbeiten in den Bereichen Sensibilisierung für geistiges Eigentum, Bildung, Unternehmensförderung und Technologieträger zusammen. Die Beobachtungsstelle des EPA tauscht regelmäßig Erkenntnisse mit den EPI-Managern für Innovation und Unternehmensgründung aus, um gemeinsame Interessen zu ermitteln, Studien zu unterstützen und Datentools zu fördern. Künftige Beiträge von EPI-KI-Experten werden die digitale Bibliothek des EPA weiter bereichern und untersuchen, wie Depp-Teva-Stakeholder des EIT in den Tools des EPA dargestellt werden können.
- Gemeinsame Veröffentlichungen mit europäischen und internationalen Institutionen
Das EPA arbeitet auch aktiv mit anderen Akteuren wie dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), der Internationalen Energieagentur (IEA), der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Südsternwarte (ESO) zusammen. Die Beobachtungsstelle arbeitet mit diesen Einrichtungen an gemeinsamen Veröffentlichungen in bestimmten Technologiebereichen und zu Themen im Zusammenhang mit Innovation sowie durch ihre Teilnahme an Veranstaltungen und anderer Öffentlichkeitsarbeit.
Zu den jüngsten gemeinsamen Wirtschaftsstudien und Technologieberichten mit europäischen Partnern gehören:
Patente, Marken und Finanzierung von Startups - EUIPO
Patente für verbesserte Stromnetze – IEA
Weltraumtechnologien: Innovations- und Startup-Trends verfolgen – ESA und ESO
Finanzierung und Kommerzialisierung von sauberen und nachhaltigen Innovationen - EIB
Über die Dienststelle Brüssel
Seit 1993 ist das EPA mit seinem Brüsseler Büro dauerhaft und aktiv im EU-Ökosystem präsent. Als Hauptansprechpartner für EU-Institutionen, Stakeholder und Forschungseinrichtungen fördert es die kontinuierliche Einbindung in die Aktivitäten des EPA. Das strategisch günstig gelegene Brüsseler Büro fördert die Arbeit des EPA, einschließlich der Initiativen der Beobachtungsstelle.
Adresse
EPA - Büro Brüssel
Avenue de Cortenbergh 89
1000 Brüssel
Belgien
[email protected]