Erfinderinnen

Erfindungen machen unsere Welt zu dem, was sie heute ist. Häufig werden jedoch die Erfinderinnen, die hinter ihnen stehen, nicht gebührend gewürdigt. Namen wie Edison oder Bell sind weithin bekannt. Aber zahllose wichtige Erfindungen wurden von brillanten Frauen vorangetrieben. So hat Fiona Fairhurst Schwimmwettkämpfe durch ihren hydrodynamischen Schwimmanzug revolutioniert, und Carmen Hijosa hat eine nachhaltige Lederalternative entwickelt, für die die Fasern von Ananasblättern verwendet werden.

Auch heute nehmen kreative und erfinderische Frauen Spitzenpositionen in Wissenschaft, Technologie, Medizin und Nachhaltigkeit ein. Auf dieser Seite wollen wir ihre Leistungen vorstellen und zeigen, wie die Ideen einiger Erfinderinnen nachwirken und unser Leben, unsere Arbeit und unsere sozialen Beziehungen verändert haben.

Los geht's

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Advancing women in STEM study key visual

Förderung von Frauen in MINT

Eine neue Studie zu Frauen in MINT-Fächern zeigt auf, dass sich die Geschlechterlücke bei der erfinderischen Tätigkeit, bei der Gründung von Unternehmen, im Patentwesen und in der Wissenschaft nur langsam schließt.

Frauen im Zentrum der Innovationstätigkeit

Anteil an Patenten
 
Bei 25 % aller Patente

die aus Europa beim EPA eingereicht werden, ist mindestens eine Erfinderin beteiligt (Daten von 2024).

Anteil an den Erfindern
 
13,9%

aller Erfindenden aus Europa, die europäische Patentanmeldungen beim EPA einreichen, sind Frauen (Anmeldungen im Jahr 2022).

Anteil von Frauen in MINT-Fächern
 
73 Erfinderinnen

erhielten bis 2025 den "Europäischen Erfinderpreis" des EPA für ihre bahnbrechenden Ideen, die die Zukunft gestalten.

Fragen und Antworten – Erkenntnisse vom EPA

Wie hat sich die Beteiligung von Frauen an der Erfindungstätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt?

Die Beteiligung von Frauen an der Erfindungstätigkeit steigt zwar stetig an, aber die Geschlechterlücke bleibt beträchtlich. Der Frauenanteil in der Erfinderschaft hat sich von rund 2 % in den späten 1970er-Jahren auf 13 % im Jahr 2019 bzw. 13,8 % im Jahr 2022 erhöht.

Gleichzeitig ist der Anteil der Patente, bei denen mindestens eine Frau als Erfinderin genannt wird, auf 24,1 % im Jahr 2022 gestiegen. Das deutet darauf hin, dass der Anteil von Frauen in Erfinderteams rascher ansteigt als bei Einzelerfindungen.

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Wie schneidet Europa in Bezug auf den Anteil von Erfinderinnen im Vergleich zu anderen Regionen ab?

Der Frauenanteil hat mit der Zeit kontinuierlich zugenommen, liegt aber mit dem Anteil der männlichen Erfinder noch nicht gleichauf. Der sogenannte "women inventor rate" (WIR), mit dem der prozentuale Anteil von Erfinderinnen bei Patentanmeldungen in einem bestimmten Jahr gemessen wird, ist in den EPO-Mitgliedstaaten von rund 2 % in den späten 1970er-Jahren auf über 13 % im Jahr 2019 gestiegen. In Ländern wie der Volksrepublik China oder der Republik Korea ist der WIR mit 25 – 30 % deutlich höher, in Japan dagegen niedriger als in Europa und den USA, wo der Wert ähnlich ist wie in Europa.

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In welchen Technologiegebieten sind Erfinderinnen stärker vertreten?

Die Chemie sticht als derjenige Technologiesektor heraus, der den höchsten Anteil an Erfinderinnen zeigt. Hier lag der WIR-Wert im Zeitraum 2018-2022 bei über 24 %, während er in anderen Sektoren zwischen 12,4 % (Instrumente) und 7,7 % (Maschinenbau) betrug. 

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Melden weibliche Promovierte in MINT-Fächern weniger Patente an als ihre männlichen Kollegen, weil ihre Forschung ein geringeres erfinderisches Potenzial aufweist?

Nein. Die von weiblichen MINT-Promovierten veröffentlichen Forschungsergebnisse nahe der Technologiegrenze sind mit denjenigen ihrer männlichen Kollegen vergleichbar. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit bei Frauen nur halb so hoch, dass sie bei einer europäischen Patentanmeldung als Erfinderinnen angegeben werden. Das lässt darauf schließen, dass Geschlechterunterschiede bei der Patentierungsaktivität vor allem auf institutionelle und wirtschaftliche Hindernisse beim Übergang von der Promotionsforschung zur wirtschaftlichen Verwertung zurückzuführen sind, nicht auf Unterschiede beim erfinderischen Potenzial.

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Wie entwickelt sich der Frauenanteil im Patentwesen?

Im Patentwesen sind Frauen stärker vertreten als in der Erfinderschaft, und ihr Anteil steigt weiter an. 2025 waren 25,5 % der Patentprüfer beim EPA weiblich, und der Frauenanteil bei Neueinstellungen betrug 30 %. Bei den europäischen Patentvertretern hat sich der Frauenanteil auf 29,2 % erhöht. Diese Aufwärtstrends unterstützen die in ganz Europa zu beobachtenden breiteren Bestrebungen zur Förderung von Diversität und Inklusion in juristischen und technischen Berufen.

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Bei welcher Art von Anmeldern ist der Anteil von Erfinderinnen höher?

Patentanmeldungen von Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen zeigen einen wesentlich höheren Anteil von Erfinderinnen als Anmeldungen aus der Industrie. Der WIR-Wert dieses Segments (24,4 % im Zeitraum 2018-2022) übersteigt deutlich den Wert von Einzelerfindern (11,7 %) und Privatunternehmen (≈ 11 %).

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Veröffentlichungen

Studie
Advancing women in STEM study key visual

Eine 2026 veröffentlichte Studie zu Frauen in MINT-Berufen zeigt auf, dass sich die Geschlechterlücke bei der erfinderischen Tätigkeit, bei der Gründung von Unternehmen, im Patentwesen und in der Wissenschaft nur langsam schließt.

Studie
Women inventors study

In dieser Studie aus dem Jahr 2022 geht es um Erfinderinnen.

Fallstudie
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Wie konnten Erfinderinnen mithilfe starker IP-Rechte ihre bahnbrechende Technologie für eine bessere Wundheilung vermarkten?

Podcasts

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Women inventors

Sie folgte ihrem eigenen Weg: Dame Carol Robinson über Frauen im MINT-Bereich

Die Forscherin und Gründerin eines Spin-out-Unternehmens spricht über ihren ungewöhnlichen Karriereweg.

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MINT-Power am Internationalen Frauentag

Weibliche Führungskräfte aus dem MINT-Bereich berichten über ihren Werdegang, ehren Erfinderinnen und erläutern, wie Diversität zu mehr Innovationskraft beitragen kann.

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Women in tech: the road to gender equality

Führende Experten sprechen über Geschlechtergleichheit im Technologiesektor und gehen dabei auch auf die Erkenntnisse des Roundtable des EPA zu Erfinderinnen ein.

Veranstaltungen 

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