Wirtschaft und geistiges Eigentum
Rechte des geistigen Eigentums (IPR) fungieren als grundlegender Katalysator für Innovation und sind ein wesentlicher Motor für langfristige Wirtschaftsleistung und globale Wettbewerbsfähigkeit.
Um diese komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen, führt die Beobachtungsstelle umfassende Untersuchungen dazu durch, wie die strategische Nutzung von geistigem Eigentum die wirtschaftlichen Ergebnisse in verschiedenen Sektoren, Branchen und einzelnen Unternehmen beeinflusst. Diese fortlaufende Analyse liefert wichtige Erkenntnisse über die vielschichtigen Beiträge des geistigen Eigentums in ganz Europa und auf internationaler Ebene.
Los geht's
Geistiges Eigentum und Innovation in europäischen Sektoren
Diese gemeinsame Studie von EPA und EUIPO untersucht den Beitrag schutzrechtsintensiver Industrien zur EU-Wirtschaft.
Rechte des geistigen Eigentums und Unternehmensleistung in der Europäischen Union
Diese gemeinsame Studie des EPA und des EUIPO enthält eine aktualisierte Analyse des Besitzes und der Ausübung von Rechten des geistigen Eigentums durch KMU und Großunternehmen in der EU.
Freisetzung des Innovationspotenzials in Lateinamerika und der Karibik
Diese gemeinsame Studie des EPA und der CEPAL untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen der verarbeitenden Industrie sowie deren Bedeutung für Innovation und geistiges Eigentum auf lokaler, regionaler und globaler Ebene.
Warum geistige Eigentumsrechte für die europäische Wirtschaft so wichtig sind
Über 47,9 %
des gesamten BIP der EU wurden von Branchen erwirtschaftet, die in hohem Maße auf Rechte des geistigen Eigentums setzen; dies entspricht einem Wert von 7,7 Billionen Euro.
Fast 24%
höhere Umsätze pro Mitarbeiter wurden von europäischen Unternehmen erzielt, die über Patente, Marken oder Geschmacksmuster verfügen, als von Unternehmen ohne Rechte an geistigem Eigentum.
Bis zu 40,9 %
höhere Gehälter werden in schutzrechtsintensiven Branchen in den EU-Mitgliedstaaten gezahlt.
Fragen und Antworten – Erkenntnisse vom EPA
- Welche Rolle spielen schutzrechtsintensive Industrien für den europäischen Binnenmarkt?
Schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige leisten einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden EU-Binnenmarkt. Während Länder wie Frankreich, Deutschland, Italien und die Niederlande bei der Eintragung geistiger Eigentumsrechte führend sind, profitieren auch Staaten wie Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei oder die Tschechische Republik in hohem Maße von der Arbeitsteilung innerhalb der schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweige.
Insgesamt werden mehr als 7,2 Millionen IPR-bezogene Arbeitsplätze in Mitgliedstaaten der EU durch Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten geschaffen, wobei in einigen Ländern mehr als 25 % dieser Jobs auf schutzrechtsintensive Industrien entfallen.
- Und welche Rolle spielen schutzrechtsintensive Industrien in Lateinamerika und der Karibik?
Schutzrechtsintensive Industrien weisen im verarbeitenden Gewerbe Lateinamerikas und der Karibik überdurchschnittlich hohe Wertschöpfungs- und Lohnprämien auf. Im Zeitraum 2016–2020 beschäftigten schutzrechtsintensive Fertigungsindustrien rund 1,68 Millionen Arbeitnehmer (12,4 % der formellen Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe) und erwirtschafteten 13,0 % der gesamten Wertschöpfung (über 68,2 Milliarden US-Dollar). Dieser Produktivitätsvorteil schlägt sich direkt in den Löhnen nieder: Arbeitnehmer in schutzrechtsintensiven Branchen verdienten 32,1 % mehr als ihre Kollegen in Nicht-IPR-Sektoren – ein Vorteil, der in rein patentintensiven Branchen sogar auf 56,2 % ansteigt.
- Wie schneiden Unternehmen mit IP-Rechten im Vergleich zu solchen ohne IP-Rechte ab?
Unternehmen mit IP-Rechten (IPR) sind in der Regel größer, erwirtschaften einen höheren Umsatz pro Beschäftigten und zahlen höhere Löhne. Ihre Belegschaft ist um rund 118 % größer, sie erzielen einen um 24 % höheren Umsatz pro Mitarbeiter und zahlen 22 % höhere Löhne als Unternehmen ohne IPR.
IPR bieten also klare Vorteile. Unternehmen mit IPR haben im Durchschnitt neun Beschäftigte (Unternehmen ohne IPR: 4,2), was einer Steigerung der Belegschaft um 118 % entspricht. Außerdem ist ihr Umsatz pro Kopf mit 182 270 Euro pro Jahr um 24 % höher als bei Unternehmen ohne IPR (147 230 Euro pro Jahr). Und Unternehmen mit IPR zahlen um 22 % höhere Löhne pro Beschäftigten: 31 040 Euro pro Jahr verglichen mit 25 430 Euro pro Jahr. Diese Daten legen nahe, dass eine enge Korrelation zwischen IPR und einer besseren wirtschaftlichen Leistung besteht, was sich über alle Unternehmensgrößen hinweg in mehr Arbeitsplätzen, einer höheren Produktivität und einer besseren Entlohnung niederschlägt.
- Ziehen schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige mehr privates Kapital an?
Ja, schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige werben den weitaus größten Teil des Risiko- und privaten Beteiligungskapitals in der EU ein. Dies unterstreicht die zentrale Rolle, die geistiges Eigentum bei der Stärkung von innovationsgetriebenem Wachstum spielt.
Zwischen 2021 und 2023 gingen mehr als 88 % des Risiko- und privaten Beteiligungskapitals in der EU an Start-ups aus schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweigen – insgesamt 70,7 Mrd. EUR. Diese Konzentration zeigt einmal mehr, wie deutlich die Anleger Sektoren bevorzugen, die zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit, Skalierbarkeit und langfristiger Wertschöpfung auf geistiges Eigentum setzen.
Publikationen
Nutzen Sie unsere umfangreiche Sammlung von Wirtschaftsstudien, die sich mit der Wirtschaft und den Rechten des geistigen Eigentums befassen. Hier finden Sie hilfreiche Analysen zur Auswirkung von geistigen Eigentumsrechten und Innovation.
Schutzrechtsintensive Industrien und Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union
In diesen gemeinsam vom EPA und vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) erstellten Studien wird der Beitrag schutzrechtsintensiver Industrien zur EU-Wirtschaft analysiert. Sie erstrecken sich auf alle maßgeblichen Rechte des geistigen Eigentums: Patente, Marken, Geschmacksmuster, Urheberrechte, geografische Angaben und Pflanzensorten. Neben der Ermittlung derjenigen Wirtschaftszweige, die von diesen Schutzrechten überdurchschnittlich Gebrauch machen, wird ihr Beitrag zu wesentlichen makroökonomischen Größen (Beschäftigung, Gehälter und Löhne, Bruttoinlandsprodukt und Handel) auf der EU-Ebene quantifiziert.
Studie von 2026 (Analyse 2021–2023)
Studie von 2022 (Analyse 2017–2019)
Studie von 2019 (Analyse 2014–2016)
Studie von 2016 (Analyse 2011–2013)
Studie von 2013 (Analyse 2008–2010)
Rechte des geistigen Eigentums und Unternehmensleistung in der Europäischen Union
Diese Studienreihe, die gemeinsam vom EPA und dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) erstellt wurde, enthält Schätzungen über den Besitz und die Ausübung von Rechten des geistigen Eigentums (IPR) durch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Großunternehmen in der Europäischen Union. Außerdem werden die Leistungsunterschiede zwischen Unternehmen, die Schutzrechte anmelden, und solchen, die dies nicht tun, analysiert.
Studie von 2025 (Analyse 2013–2022)
Studie von 2021 (Analyse 2007–2019)
Studie von 2019 (Analyse 2005–2010)
Die Entwicklung des geistigen Eigentums nutzen: Chancen und Herausforderungen für Lateinamerika und die Karibik
Diese gemeinsame Studie des EPA und der CEPAL untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen der verarbeitenden Industrie sowie deren Bedeutung für Innovation und geistiges Eigentum auf lokaler, regionaler und globaler Ebene.
Veranstaltungen
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