Kunststoffe im Wandel
Kunststoffe sind aus unserem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber Plastikabfälle stellen eine beträchtliche Herausforderung für Ökosysteme und nicht zuletzt für die menschliche Gesundheit dar. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist allerdings auch die Zahl der Erfindungen deutlich angestiegen, die sich mit der Verwertung und dem Recycling von Plastikabfällen befassen und so die Kreislaufwirtschaft fördern.
Los geht’s
Kunststoffe im Wandel
Dieser Technologieanalysebericht befasst sich mit den Technologietrends der vergangenen fünf Jahrzehnte in der Plastikabfallwirtschaft und bietet Einblicke in das Patentierungsverhalten großer Anmelderinnen und Anmelder sowie junger Start-up-Unternehmen und der Forschung auf diesem Gebiet.
Technologieplattform zu Kunststoffen im Wandel
Mithilfe der neuen Technologieplattform des EPA können Nutzerinnen und Nutzern aus Praxis und Politik aktuelle Entwicklungen bei Kunststoffen in Echtzeit nachverfolgen.
Kunststoffe in Zahlen und Fakten
413,2 Millionen
Produktion von Kunststoffen weltweit, ausgedrückt in metrischen Tonnen
8,9 %
der produzierten Kunststoffe sind Recycling-Kunststoffe
5,4 Milliarden Euro
ist das geschätzte Volumen des globalen Markts für intelligente Abfallverwertung im Jahr 2026
Fragen und Antworten – Erkenntnisse vom EPA
- Ich trenne inzwischen fast mein ganzes Leben lang Plastikmüll von anderen Abfällen. Findet derzeit viel Innovation statt?
Die Plastikabfallwirtschaft gibt es schon seit Jahrzehnten. Seit 2015 wächst die Zahl der Erfindungen auf diesem Gebiet jedoch explosionsartig und deutlich überdurchschnittlich gegenüber allen anderen technischen Gebieten. Dieser Trend ist sowohl bei der Verwertung von Plastikabfällen als auch im Recycling von Kunststoffen für neue Kunststoffprodukte festzustellen.
- Wo ist die Innovationstätigkeit in der Plastikabfallwirtschaft am intensivsten?
Europa ist in der Plastikabfallwirtschaft seit jeher sehr stark. Ab dem Ende der Neunzigerjahre wurde Asien auf diesem Gebiet deutlich innovativer. Seit etwa 20 Jahren war die Verteilung der Erfindungen auf die verschiedenen Kontinente selbst während des kräftigen Wachstums in den vergangenen 10 Jahren bemerkenswert stabil. Europa liegt mit rund 40‑45 % vorn und Nordamerika und Asien leisten jeweils einen Beitrag von 25‑30 %.
- Wo sind Start-ups und Hochschulen in Europa auf dem Gebiet der Plastikabfallwirtschaft besonders innovativ?
Die geografischen Schwerpunkte sind unterschiedlich. Die meisten Start-ups finden sich im Vereinigten Königreich, gefolgt von Frankreich, Deutschland, Schweden, Italien und den Niederlanden. Bei den Hochschulen liegen dagegen Frankreich und Deutschland vorn. Im Vereinigten Königreich, in der Benelux-Region, am Oberrhein, in der Schweiz und in Norditalien sind beide Arten von Anmeldern zu finden. In verschiedenen Küstengebieten in Portugal, Spanien, Frankreich und Polen ist dagegen die Patentierungsaktivität von Hochschulen sehr hoch, aber es gibt praktisch keine Patente, die von lokalen Start-ups angemeldet werden.
Veröffentlichungen
Nutzen Sie unsere umfangreiche Sammlung von Wirtschaftsstudien und hilfreichen Berichten zu Kunststofftechnologien
Dieser Technologieanalysebericht befasst sich mit den Technologietrends der vergangenen fünf Jahrzehnte in der Plastikabfallwirtschaft und bietet Einblicke in das Patentierungsverhalten großer Anmelderinnen und Anmelder sowie junger Start-up-Unternehmen und der Forschung auf diesem Gebiet.
Neue Technologien tragen dazu bei, Plastikabfälle zu recyceln oder sich rasch zersetzende Biokunststoffe herzustellen sowie alternative, nicht fossile Rohstoffe wie Pflanzen oder Pilze für die Herstellung neuartiger Kunststoffe zu nutzen. Durch das Zählen wertvoller Erfindungen gibt die Studie Einblicke in die neuesten technologischen Trends und belegt die führende Rolle europäischer und amerikanischer Unternehmen sowie die erstaunlich regen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an Hochschulen.
Fallstudien zur Innovation
Eine Reihe von Fallstudien zur Innovation zeigt, wie Unternehmen geistiges Eigentum im Bereich der Kunststoffe erfolgreich genutzt haben. Diese Beispiele aus der Realität machen deutlich, welche Rolle IP für das Wachstum, die Finanzierung und die Förderung von Innovationen spielt.
Angesichts steigender Abfallvolumina und einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen hat sich der Schwerpunkt verschoben: hin zu innovativen Ansätzen, um die Leistung von Sortiersystemen zu verbessern. Der Ansatz von Recycleye ermöglicht eine bessere Erkennung und Sortierung von recyclingfähigen Materialien. Veröffentlicht im Rahmen der Studie "Kunststoffe im Wandel".
Der Erfinder von erneuerbarem PEF (Polyethylenfuranoat), einer Alternative zu Polyester, verwendet Methanol statt Wasser, um pflanzlichen Zucker in Furandicarbonsäure (FDCS) umzuwandeln. Mithilfe dieser FDCS-Monomere lassen sich PEF preiswert in großen Mengen produzieren. Veröffentlicht im Rahmen der Studie "Kunststoffe im Wandel".
Tools
Finden Sie Start-ups und Investoren auf Ihrem Spezialgebiet
Der Deep Tech Finder ist Ihr Portal zu Europas Innovationslandschaft. Dieses Gratis-Tool richtet sich an Investoren, Forschende, Start-ups und Hochschulen und vernetzt sie mit wichtigen Akteuren in hochaktuellen Technologiebereichen.
Technologieplattform zu Kunststoffen im Wandel
Mithilfe der neuen Technologieplattform des EPA können Nutzerinnen und Nutzern aus Praxis und Politik aktuelle Entwicklungen bei Kunststoffen in Echtzeit nachverfolgen.
Podcasts
Kunststoffe im Wandel: Bewältigung der Abfallkrise
Marguerite McCaughan befasst sich mit den komplexen Fragen, die diese Prozesse aufwerfen, und spricht mit Spezialisten über hochmoderne Lösungen und den Beitrag der EU-Politik zur Förderung von Recycling.
Patente für die Kunststoffe der Zukunft
Die Patentprüfer Wibke Meiser und Maxime Dossin befassen sich mit Innovationstrends beim chemischen und biologischen Recycling sowie der Intensivierung der Forschung bei selbstheilenden und leichter recycelbaren Kunststoffen.