Wassertechnologien
Die kritischen Herausforderungen in der Wasserproblematik nehmen weltweit zu. Zugang zu sicherem und sauberem Wasser ist lebenswichtig. Laut dem jüngsten Weltwasserbericht der Vereinten Nationen ist jedoch etwa die Hälfte der Weltbevölkerung regelmäßig mit ernsthafter Wasserknappheit konfrontiert. Dies ist auf einen allgemeinen Mangel an hinreichenden Wasserressourcen, die geringe Abwasseraufbereitung und hohe Verluste in der Landwirtschaft zurückzuführen. Und selbst wenn Wasser da ist, kann es nicht immer sicher genutzt werden – 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.
Sowohl der mangelnde Zugang zu sauberem Wasser als auch die Gefahren durch immer häufiger auftretende Überschwemmungen müssen dringend angegangen werden. Bei der Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung müssen Innovationen bei wasserbezogenen Technologien Priorität haben.
Los geht’s
Innovationen bei wasserbezogenen Technologien – Studie
Der Bericht untersucht Patentierungstrends bei wasserbezogenen Technologien und deckt dabei Technologien für die Wasserversorgung, den Schutz vor Wasser und Verschmutzungsthemen ab.
Technologieplattform zu Wassertechnologien
Finden Sie Tausende von Patentanmeldungen zu Wassertechnologien, klassifiziert nach Technologiefeldern. Diese kuratierte Plattform erleichtert es Forschenden, Erfinderinnen und Erfindern, die neuesten Erfindungen geordnet nach Technologiefeldern zu finden.
Innovation im Wassersektor in Zahlen
Vervierfachung
der Innovationen in der Wassertechnologie seit Anfang der Neunzigerjahre.
60%
der Innovationen in der Wassertechnologie beziehen sich auf die Wasseraufbereitung.
300 Milliarden Euro
geschätztes Volumen des globalen Markts für Wasser- und Abwasseraufbereitungstechnologien im Jahr 2025. Bis 2030 ist laut der Boston Consulting Group ein Wachstum auf 500 Milliarden Euro zu erwarten.
Fragen und Antworten – Erkenntnisse vom EPA
- Wie hat sich die Patentaktivität bei wasserbezogenen Technologien seit den Neunzigerjahren entwickelt?
Die Innovation bei wasserbezogenen Technologien hat sich in dreißig Jahren fast vervierfacht, von 300 jährlichen IPF in den frühen 1990er Jahren auf über 1 200 in den 2020er Jahren, oft angetrieben durch neue Vorschriften oder Änderungen an bestehenden Vorschriften. Dieses Wachstum entspricht der Gesamtrate der Patentaktivität in diesem Zeitraum, bleibt aber hinter dem Tempo vieler anderer sauberer Technologiesektoren zurück.
- Welche Rolle spielt Europa im globalen Vergleich bei Innovationen in der Wassertechnologie?
Zwischen 1992 und 2021 haben die europäischen Länder 40 % aller IPF in diesem Sektor beigesteuert, und sie nehmen in allen Bereichen der Wassertechnologie eine führende Position ein. Europa ist das einzige globale Innovationszentrum, das einen vergleichsweise hohen Spezialisierungsgrad bei wasserbezogenen Technologien aufweist.
- Welche Arten von Unternehmen sind bei Innovationen in der Wasseraufbereitung führend?
Sechs der Top-15-Anmelder sind in Europa ansässig. Das primäre Gebiet, auf das sich diese Top-Unternehmen konzentrieren, sind Wasseraufbereitungstechnologien. Bei den führenden Unternehmen im Bereich der wasserbezogenen Technologien handelt es sich zumeist um große Konglomerate, die in vielen verschiedenen Branchen tätig sind.
- Welche Rolle spielen Hochschulen und Forschungsinstitute bei Innovationen in der Wassertechnologie?
Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen tragen zunehmend zu wasserbezogenen technologischen Innovationen bei. Die Trinkwassernutzung ist der Bereich mit dem höchsten Anteil an IPF von Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen.
Veröffentlichungen
Nutzen Sie unsere umfangreiche Sammlung von Wirtschaftsstudien und hilfreichen Berichten zu wasserbezogenen Technologien.
Der Bericht untersucht Patentierungstrends bei wasserbezogenen Technologien und deckt dabei Technologien sowohl für die Wasserversorgung als auch für den Schutz vor Wasser sowie das Thema Verschmutzung ab.
Fallstudien zur Innovation
Eine Reihe von Fallstudien zur Innovation zeigt, wie Unternehmen geistiges Eigentum im Bereich der wasserbezogenen Technologien erfolgreich genutzt haben. Diese Beispiele aus der Realität machen deutlich, welche Rolle IP für das Wachstum, die Finanzierung und die Förderung von Innovationen spielt.
Voltea hat Lösungen für die Enthärtung und Deionisierung von Wasser entwickelt. Seine Kerntechnologie ist ein membrangestütztes kapazitives Deionisierungssystem (CapDI-System), das für verschiedene Anwendungen eingesetzt wird, die weiches Wasser benötigen.
Seit 2012 entwickelt Orbital Systems Lösungen für eine Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs. Unter anderem hat das Unternehmen die erste Kreislaufdusche der Welt erfunden. Veröffentlicht im Rahmen der Studie Innovation in wasserbezogenen Technologien.
Forschende der TU Delft haben einen Ansatz entwickelt, der weltweit in der Abwasseraufbereitung eingesetzt wird: Bakterien bilden schnell absinkendes Granulat, was die Schadstofftrennung effizienter macht. Veröffentlicht im Rahmen der Studie Innovation in wasserbezogenen Technologien.
Tools
Finden Sie Start-ups und Investoren in diesem Gebiet
Der Deep Tech Finder ist Ihr Portal zu Europas Innovationslandschaft. Dieses Gratis-Tool richtet sich an Investoren, Forschende, Start-ups und Hochschulen und vernetzt sie mit wichtigen Akteuren in hochaktuellen Technologiebereichen.
Technologieplattform zu Wassertechnologien
Finden Sie Tausende von Patentanmeldungen zu Wassertechnologien, klassifiziert nach Technologiefeldern. Diese kuratierte Plattform erleichtert es Forschenden, Erfinderinnen und Erfindern, die neuesten Erfindungen geordnet nach Technologiefeldern zu finden.
Erfinderinnen und Erfinder bei wasserbezogenen Technologien
Mehrdad Mahdjoubi
Die von diesem schwedischen Industriedesigner entwickelte Kreislaufdusche spart 80 % Energie und 90 % Wasser, indem lediglich fünf Liter Wasser mehrfach gefiltert und recycelt werden.
Antonio Corredor Molguero und Carlos Fermín Menéndez Díaz
Die einzigartige Methode der beiden Erfinder zur Herstellung besonders geformter Betonblöcke für einen besseren Schutz von Hafen- und Küstenbereichen senkt die Baukosten für Wellenbrecher um 15 bis 45 % und bietet den Küstenbereichen besseren Schutz.
Günter Hufschmid
Das von Hufschmid entwickelte synthetische Wachs kann fast das Siebenfache seines eigenen Gewichts an hydrophoben Flüssigkeiten aufsaugen, ohne dabei Wasser aufzunehmen. Das macht es zu einem idealen Mittel, um Verschmutzungen durch ausgelaufenes Öl und andere flüssige Chemikalien zu beseitigen.