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Ekrem Yalçindağ

2867 Farben, 2013
Öl, Leinwand
200 x 140 cm

Ekrem Yalçindağ (*1964 Gölbaşı, TR) setzt seine Inspiration aus den Gassen Istanbuls und Berlins allein durch Farbe um, die er in altmeisterlicher Technik auf die Leinwand bringt. Die Bildtitel geben einen Hinweis auf die verwendete Anzahl der Farben oder die Inspirationsquelle. Yalçindağ steht mit seiner Bildsprache zwischen Orient und Okzident. Seine Kunst bewegt sich in logischer Konsequenz einer vom Islam geprägten Kultur, in der auf Grund des religiösen Bilderverbotes früh auf die Verwendung von Ornamenten zurückgegriffen wird. Eigentlich als Dekoration in der Gebrauchskunst angewandt, verwendet Yalçindağ die Schmuckformen als alleinigen Bildgegenstand, umgesetzt in blattförmigen Farbklecksen oder konzentrischen Kreisen. Aber genauso bewegt er sich in der Konsequenz der westlichen Abstraktion. Er sieht die Aussagekraft einer Farbfläche nur in Zusammenhang mit dem händischen Auftragen des Künstlers und der so entstehenden Struktur. Dennoch unterliegen seine Bilder einer klaren und strengen Komposition, die im Zusammenspiel mit der strukturierten Farboberfläche im Auge des Betrachters Bewegung und Flirren erzeugt. Damit verbindet er die Ideen der Op Art und Minimal Art mit einem konzeptuellen Charakter des strukturierten und sichtbaren Farbauftrages.

Impressions from the Streets

Impressions from the Streets, 2012
Öl, Leinwand, Holz
Ø 150 cm

 

Impressions from the Streets

Impressions from the Streets, 2012
Öl, Leinwand, Holz
Ø 150 cm

 

320 mal Rot

320 mal Rot, 2003
Öl, Leinwand
55 x 55 cm

 

© Ekrem Yalcindag; courtesy Galerie Karl Pfefferle, Munich