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Ena Oppenheimer

Morphogenesis X, 2O2O 
Öl, Leinwand  
70 x70 cm 

Ena Oppenheimer (*1972 Waiblingen, Deutschland) seziert, erforscht und zelebriert in ihrer Malerei alle Arten von Formen. Ihre Neugier rund um Formen und die Art und Weise, in der sie wahrgenommen werden, geht auf einen Unfall in ihrer Kindheit zurück. Dieser verursachte einen Schockzustand und veränderte ihre Sicht auf die Welt. Die Künstlerin agiert nun an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, menschlicher Kognition und menschlicher Wahrnehmung, dem Erkennbaren und den Grenzen des Erfahrbaren.  

 

Der Serientitel Morphogenesis bezieht sich auf den biologischen Prozess, durch den eine Zelle, ein Gewebe oder ein Organismus eine bestimmte Form oder Gestalt annimmt. Ihren Ursprung hat die Serie in Gesprächen, die Oppenheimer über mehrere Jahre hinweg mit Erich Sackmann über seine Forschungsarbeit führte. Der Biophysiker untersuchte, wie Proteine ihre eigene Form an die sie umgebenden Formen anpassen können. Dies inspirierte die Künstlerin zu Überlegungen hinsichtlich der "Intelligenz des Lebens" und der Frage, ob es eine "intelligente Form" oder sogar eine Art von "Erkennen" oder "Fühlen" gibt, das sich auf molekularer Ebene abspielt. Oppenheimers Malerei suggeriert daher ein Zusammenspiel organischer zellähnlicher Formen, die vor einem neutralen Hintergrund schweben und im Kontrast zu farbenfrohen geometrischen Oberflächen stehen.  

 

© Ena Oppenheimer